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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Various Artists „Ortloff Zehn“ (Ortloff)

03. Februar 2014 / Kommentare (0)

Vor fast genau fünf Jahren kam die erste Ortloff-Platte heraus. Die Nummer zehn ist wieder eine Mini-Compilation.

So wie am Anfang also, als der Kunstraum Ortloff plötzlich auch eine Platte herausbrachte. Farbig in einer bedruckten Kunststoffhülle. In der Zwischenzeit gab es wunderbare Artist-EPs von PorkFour, John Barera, Deko Deko, QY und Mod.Civil.

Keine Ahnung, wie sich die Arbeiten des Kunstraums einordnen lassen. Im letzten Jahr feierte er sein sechsjähriges Bestehen mit einem Katalog – inklusive einiger Party-Pics aus der Zeit als dort alles aus den Nähten platzte.Der musikalische Arm von Ortloff ist aber alles andere als hermetisch. Zwischen unterkühltem Wave-Pop und deep kratzigem House ist einiges möglich, ohne Ausfälle. Die zehnte Platte bringt dies noch einmal deutlich auf den Punkt, indem sie den personellen Kern um das Label zusammenrückt.

Mod.Civil sind natürlich dabei. Ihr „Enter The Bridge“ kommt nach dem experimentelleren Ausflug der „Distanz“-EP wieder zurück in die warm schiebende, leicht verspielte House-Deepness. Das Gegenstück ist „Ghoul“ von QY mit einer stromlinienförmigen, federleichten Eleganz. Super filigran, sich aus aller Hektik herausnehmend, auf gute Weise frei von großen Ausbrüchen.

Die Boston-Connection John Barera hat sich für sein „Machine Control“ noch Chase Smith dazugeholt. Sie tänzeln eigenwillig zwischen den Synthie-Chords, mit herrlich verwischten Claps. Und einem Oldschool-Augenzwinkern.

Gegenstück hierzu: “Rain“, gemeinsam produziert von Jennifer Touch und PorkFour. Verhuschter, tief melancholischer Synth-Pop. Aber eben mit jener unnahbaren Erhabenheit, die immer wieder bei Jennifer Touch herauszuhören ist.Vier große Stücke für das kleine Jubiläum eines großen Labels. Und ja das Artwork nicht vergessen: die aus transparentem Vinyl gepresste Nummer Zehn liegt in einer schwarzen Papierhülle mit einem runden Ausschnitt, durch die Platte ist dann ein winterliches Bergpanorama zu erahnen. Nichts mit hermetisch, auch hier nicht.

Und noch etwas: vielleicht erinnert sich noch jemand an das „Beyond Plastic“-Buchprojekt. Das kommt nun bald, mit einer Platte auf der auch ein Stück des Ortloff-Betreibers Sebastian Dubiel enthalten ist.

Ortloff Website
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