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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Sevensol & Bender „Professional Youth Club“ (Kann Records)

20. Januar 2015 / Kommentare (0)

Sie sind rar – die Tracks von Sevensol & Bender. Nach zweieinhalb Jahren gibt es mit „Professional Youth Club“ endlich zwei neue.

Eigentlich wollte ich schon längst eine Liste anfertigen, die all das aufzählt, was gemeinhin zum Erwachsensein dazu gehört. Als gesellschaftliche  Etiketten. Auto, Schrankwand, Gardinen, Geschirrspüler oder Salatschleuder fallen mir immer spontan ein. Das Erwachsenwerden scheint mit dem Anhäufen von materiellen Dingen verbunden.

Ob sich Sevensol & Bender im Subtext des EP-Titels ebenfalls damit auseinandersetzen wollen? Beziehungsweise mit dem entgegengesetzten Leben als Berufsjugendliche. Mit langen Nächten, Klassenfahrten mit DJ-Freunden und den ersten Falten am Morgen danach.

„Piano Ist Der Teufel“ trägt eine gewisse Nachdenklichkeit in sich, die aber bestimmt nicht überbewertet gehört. Denn eine introvertierte Note begleitete die House-Deepness von Sevensol & Bender seit jeher. Bei diesem neuen Track fällt der Breakbeat jedoch auf, eingehüllt von deep plätschernden Dub-Chords wandelt er sich zum Schluss hin ins Gerade und ändert den Drive noch einmal unerwartet.

Eine neue Nuance bringen Sevensol & Bender zudem mit „Tribal.de“ ein. So reduziert und ravig zugleich klangen die beiden noch nie. Ohne etwas an der wehmütig eingefärbten Grundstimmung zu ändern. Perkussiv und hypnotisch schiebt sich das Stück langsam mit einer schraubenden und roughen Synth-Schleife hoch. Höhepunkt ist der gedimmte Rave-Break, der von einem weit weg schwebenden Ambient-Sound aufgefangen wird.

So klingt es also im Professional Youth Club.

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