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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Various Artists „Familybiz“ (NoSYS Productions)

17. März 2015 / Kommentare (0)

Hier kommt ein weiteres Drum & Bass-Überbleibsel aus 2014: Der „Familybiz“-Sampler von NoSYS Productions.

NoSYS Productions aus Leipzig. Hm, nie gehört. Spärlich die Informationen auf der Soundcloud-Seite: Sowohl ein Label als auch eine Crew verbirgt sich dahinter, besonders aktiv scheint zumindest ersteres nicht zu sein. Aber vielleicht ist der vor zwei Monaten erschienene Sampler auch erst der Startschuss.

Halt, stopp: Vor fünf Jahren wurde das Label bei frohfroh erwähnt, damals war es aber anscheinend noch in Dresden beheimatet. Da brachte die Leipzig-Connection wohl einige Umzüge ins Rollen.

Dass hier alte Bekannte am Werk sind, zeigt ein Blick auf die Tracklist: Dreadmaul und Wright & Bastard haben erst kürzlich von sich reden lassen, Epidemic war bereits auf der ersten EP vertreten und Cues taucht öfter mal auf Plakaten örtlicher Drum & Bass-Events auf. Die Namen lassen vermuten, dass hier die Tanzfläche anvisiert wird und introvertierte Deepness-Feingeister eher auf die Zwölf bekommen.

Oder zumindest ein wenig verängstigt werden. Schon „Grave“ von Dreadmaul versucht, uns direkt in jenes mittels fiesem Bass-Gegrummel und steppender Bass-Drums hinabzuziehen. Oja, das macht schon Spaß und wird einigen DJs ein diabolisches Grinsen aufs Gesicht zaubern.

Nachdem wir uns aus dem Klammergriff der Skeletthand befreit haben, suchen wir leicht paranoid zu „Nomad“ den Friedhofsausgang und erschrecken uns am Anfang etwas zum Geknarze des Tracks. Da dieser aber nicht allzu aufgeregt vor sich hin marschiert, beruhigt sich unser Puls ein wenig.

Irgendwo falsch abgebogen und schon direkt zu „Xnarf“ in einer Gruft gelandet – da jagt uns der Beat natürlich gleich etwas straighter die Gänge hinab. Spooky Vocals und Pads mit ein wenig Reverb drauf erschrecken uns hinter einigen Ecken.

Vorsichtig erkunden wir zu „1 in 1000“, ob die Luft am Ausgang wirklich rein ist und rennen zu den slammenden Breaks aus der Geisterbahn weg. Mit seinen Grusel-Piano-Geklimper ist das letzte Stück für mich das atmosphärische Highlight des Albums.

Im Fazit ist der Sampler dann wie ein Horror-Film: Irgendwie schon tausend mal gesehen, bewährte Muster und Effekte, aber in Maßen genossen doch unterhaltsam.

Übrigens gibt es die EP als Free Download auf der Label-Website.

NoSYS Productions Website

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