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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Nachlese: Enuit „Meta E.P.“ / „Ba Passi“ Remixes / „HyperSpaceAdmirals Soundtrack“

27. Februar 2017 / Kommentare (0)

Drei Releases von Enuit haben wir 2016 verpasst. Mit einer kleinen Rückschau stellen wir sie euch nochmal vor.

Irgendwie mutiert das zu einem Running Gag: Schon letztes Jahr haben wir mit einer Rückschau die Tracks von Enuit vorgestellt. Leider hatten wir auch danach seinen Sound nicht rechtzeitig auf dem Schirm, obwohl sich einiges bei ihm getan hat.

Enuit veröffentlicht weiterhin in Eigenregie via Bandcamp neue Stücke. Fünf davon sind auf der „Meta E.P.“ versammelt, die im Oktober 2016 erschien. Sehr sorgsam und detailliert arrangiert erzeugen die Tracks eine nächtliche, manchmal dunkel eingefärbte Stimmung. Dazu schleicht sich immer wieder eine leichte Melancholie ein, die wie im Dubstep oder im Drum & Bass in einem Kontrast zu den stellenweise mechanischen Sounds steht. Gleichzeitig halten die Harmonien die vertrackteren Beats in Stücken wie „Intended Fractures“ im Zaum.

Zudem gibt es zwei Remixe von Enuit zu „Ba Passi“ der Band Liloba. Obwohl der „Late Nite Modulations„-Remix ebenso wie die „Meta EP„ atmosphärisch dicht produziert ist, driften beide Versionen für meinen Geschmack zu stark in eine Pop-Trance-Schiene ab, die leider durch die Vocals des kongolesischen Sängers Pierre Kalonji Tumba nicht abgefedert, sondern verstärkt wird.

Am spannendesten in meinen Ohren sind allerdings die Demo-Tracks, die Enuit für die Videospiele „HyperspaceDogfights“ und „HyperspaceAdmirals“ produziert hat. Beide Spiele befinden sich derzeit in der Entwicklung, die für Interessierte bewusst transparent gestaltet ist, und beziehen sich in ihrer Ästhetik auf all die schönen Ballerspiele, mit denen sich die Freizeit in den letzten drei Jahrzehnten so schön sinnvoll füllen ließ.

Vielleicht sind es die skizzenhaften, simplen Ideen, vielleicht es der Computerspiel-Kontext, vielleicht der rohere Sound: Ein sehr eigenständiger, auch naiver Charme verbirgt sich in den Demo-Stücken, der mir sehr zusagt. Womöglich, weil hier Sounds im Mittelpunkt stehen, deren Einsatz in Club-Musik schon seit langem als überholt gelten und vernachlässigt werden, aber zum Raumschiffe-Abknallen immer noch sehr viel Spaß machen.

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