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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Good bye, Blaue Perle

24. Mai 2017 / Kommentare (0)

Der Juni wird ein trauriger Monat für das Nachtleben des Leipziger Westens. Nach dem Ende im Pferdehaus wird auch die Blaue Perle schließen.

In den Titeln einiger Party-Reihen, die sich die Blaue Perle als nächtliche Heimat ausgewählt haben, gab es schon Andeutungen, nun ist aber klar: Ende Juni schließt die Blaue Perle auf der Merseburger Straße.

Zwar war der Laden von Anfang an vom Thrill der Zwischennutzung geprägt, doch in den letzten Jahren hatte sich die Bar mit dem Mini-Dancefloor und der scheppernden Anlage zu einem guten Ort für kleine, verschwitze und stickige Partys mit Locals und interessanten Newcomern von überallher entwickelt. Das Ende tut auch deshalb weh, weil Leipzig durchaus mehr Läden in solch überschaubarer Größe und mit einem konstanten Clubprogramm vertragen könnte – für die Newcomer-Förderung, für neue Veranstaltungskonzepte und für Partys im kleineren Rahmen.

Die Kündigung kam für die Betreiber überraschend. Das Haus soll demnächst saniert werden. Was danach kommt, ist noch unklar, aber es dürfte damit zu rechnen sein, dass es irgendwo anders weitergeht.Btw: Natürlich ist dies nun ein weiteres Puzzleteil in der Gentrifizierungsgeschichte Leipzigs. Doch es darf nicht vergessen werden, dass auch die Blaue Perle in ihrer heutigen Form Teil eines Verdrängungsprozesses war.

Denn die Stammgäste der vorherigen, gleichnamigen Kneipe dürften mit den Künstlern und DJs nur selten gemeinsam gefeiert und getrunken haben. Der Club-Hedonismus ist aus Sicht der Immobilienbesitzer aber sehr wahrscheinlich rendite-fördernder als die verlorenen Bier- und Schnapsseelen von Lindenau. Auch wenn „uns“ die heutige Blaue Perle eine Menge schöner Nächte beschert hat.

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