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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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ANAx – Analogsoul hört auf

05. Dezember 2017 / Kommentare (3)

Analogsoul war schon immer gut im klugen Inszenieren. Und so wird zum zehnten Geburtstag des Labels zugleich sein Ende verkündet.

Ganz überraschend kam die Nachricht nicht, war es in den letzten Monaten doch still um Analogsoul geworden. Im Abschiedsbrief steht der Grund dafür: Es sind eine Menge weiterer Projekte entstanden – von der Musikproduktion oder Musik-Agentur bis zur Beratung und Verwaltung.

Analogsoul war für all das sicherlich eine gute und wichtige Keimzelle, eine Spielwiese auf der verschiedene Ideen ausprobiert werden konnten. Das Veröffentlichen einer Platte dokumentieren etwa, oder das Verhältnis zwischen Band und Publikum in Social Media-Zeiten neu aufzustellen. Oder zu fragen, was eigentlich aus Pop wird, wenn Spotify erst nach 30 gespielten Sekunden bezahlt.

In gewisser Weise haben die neuen technischen Möglichkeiten vielleicht auch dazu beigetragen, sich zu fragen, warum es überhaupt noch ein Label braucht: „Im Jahr 2018 brauchen unabhängige Acts nicht zwingend ein Label, nicht zwingend analogsoul, um ihre Musik verfügbar zu machen und zu promoten. Die Werkzeuge dazu sind da, die digitale Revolution hat geliefert“, heißt es im offiziellen Abschluss-Statement.

Das Gleiche können auch wir uns fragen: Braucht es überhaupt noch einen Blog wie frohfroh? Oder ist nicht alles Relevante schon in den Social Media-Blasen zu finden. Inklusive Gossip aus dem Backstage und Hotel.Das tolle an Analogsoul war das Wachsen mit zu erleben. Der Weg von der CD-R zum ersten Vinyl, später ausgiebige Touren und aufwendig produzierte Musikvideos. Es ging auch im Kleinen – das hat Analogsoul immer sehr selbstbewusst bewiesen. Nach zehn Jahren ist nun Schluss und es gibt es eine große Abschiedsbox mit einigen wichtigen Releases. Auf 50 Stück ist sie limitiert. Und im nächsten Frühjahr soll es noch einmal eine Abschiedsparty in Leipzig geben. Wir sagen Danke Ana.

CommentComment

  • Henry Seidel / 21. Januar 2018 / um 13:25
    Es kam, wie es kommen musste. Wenn man ohne jegliches musikwissenschaftliches Hinterland und Ausbildung nur mit eigenen Selbstüberhöhungsformeln und einer handvoll Akkorde und Oberflächeneffekte versucht, dieses unter ein einfältiges Publikum zu bringen, dann hat sich dieses Publikum plötzlich aufgebraucht. Das verbale Begleitgetöse aus pseudointellektuellen Formeln sollte offenbar die fehlende Fachkompetenz mit anglisiertem Gehabe übertünchen. Musikalische Einfallslosigkeit und Scharlatanerie lässt sich auf Dauer nicht durch die imitierte Mimik und Gestik großer Stars verbrämen. Vielleicht hätten einige Akteure wenigsten sechs Semester Bachelorstudium in Musikwissenschaft absolvieren sollen, damit die Kreatitivität eines Tages über das Stadium dilletantischer Geräuschemacherei auf dem Niveau der Grundtonleiter hinaus geht. Daran ändert auch nichts, wenn man den Kopf in eine Hose steckt oder sich schief an die Wand stellt.
  • Jens / 06. Dezember 2017 / um 10:53
    ?
  • euterglanz / 06. Dezember 2017 / um 10:05
    Eh nur Selbstdarstellung, tschüss.

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