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Antoinette Blume
Sekt oder Selters, Ambient oder Techno, Leipzig oder Berlin, lieber Lesen oder Schreiben - kein Entweder-oder, sondern alles, gleichzeitig und umgekehrt-nacheinander. Unter www.antoinetteblume.de erfahrt ihr an welchen Orten unsere Autorin liest, ausstellt oder was sie wo installiert. Foto: Flory Gruendig

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Behind the nights – Fat Bemme

07. Mai 2018 / Kommentare (0)

Was Schmalzbrote mit Drum & Bass zu tun haben, warum das Opening eigentlich die größte Kunst am Abend ist und was es sonst noch über die Veranstaltungsreihe namens Fat Bemme zu sagen gibt, lest ihr hier.

Schon zur Eröffnung des mjut wurde spekuliert, nun ist es offiziell: Fat is back. Nach der Schließung des Westwerks war es nämlich auch mit der Fat Bemme vorbei – bis jetzt. Im mjut findet dieser Tage die Relaunch-Party statt. Ein guter Anlass sich die Veranstaltung, die sich Drum & Bass, genauer dem Neurofunk und weiteren düsteren Stilen, verschrieben hat, genauer anzuschauen. Wir haben Micha aka Aloo und Jan aka Audite von Fat Bemme zum Interview getroffen.  Relaunch #20
Wintermute, Neonlight, Cues, Audite und Aloo sind die sechs Köpfe hinter der Fat Bemme. Neonlight besteht aus zwei Menschen, gesamtzahltechnisch passt es also. Um den Kern schwirren noch Helfer/innen und externer Support herum. So eine Party lässt sich natürlich nicht zu sechst schmeißen. Angefangen hat die Fat Bemme, als sie noch gar nicht Fat Bemme hieß, sondern „Rodeo“.

Nach der Umbenennung folgten vier Jahre im Westwerk mit regelmäßigen Partys und internationalen Gästen. Das größte Highlight in dieser Zeit war in jedem Falle die Veranstaltung mit Ivy Lab, da sind sich beide einig (und schwärmen). Traurig um den Cut nach der Schließung des Westwerks sind sie allerdings nicht. Im Gegenteil, die Pause empfanden sie als gut, denn das Partymodel war irgendwie festgefahren.

„Drum & Bass ist oft zwischen 18 und 25 ein Thema. Dann wandern die Leute zum Techno ab. Na ja, außer uns“, lachen die beiden.

Fast ein Jahr nach der Abschiedsparty ist die Motivation aber wieder da und mit dem mjut haben sie endlich ein neues Zuhause gefunden. „Wir wollten nicht irgendwo wieder anfangen – die Location muss zu uns passen. Schon im Westwerk war die Fat Bemme immer eine Co-Produktion zwischen uns und dem Club, so sollte es auch wieder sein“, erzählt Jan.Um den Fat Bemme-Fans (und denen, die es werden wollen) eine Party auf zwei Floors mit gewohnt düsterem Neurofunk und harter Bass Music zu bieten, wird seit einem halben Jahr gearbeitet. Neues Logo, neuer Club, dieselbe Crew: „Wir sind gespannt wie Publikum, Raum und unsere Musik zusammenspielen. Wir fangen quasi wieder von vorne an und das ist cool.“

Kopf oder Zahl
Nur ums Feiern geht es bei der Fat Bemme btw nicht. Künstler/innennachwuchs fördern und das dazugehörige Empowerment junger DJs stehen ebenfalls auf der Agenda. „Wir sind alle nicht mehr so die Jüngsten“, sagt Jan, „und wir wollten und wollen genau deswegen auch jungen Künstler/innen einen Platz und somit Gigs bieten.“

Zum Schluss werfen die zwei noch fix eine Münze, die entscheiden soll, mit wem der Relaunch starten wird. Ein wichtiger Slot, denn hiermit wird der Grundstein für die restliche Nacht gelegt. Wer von beiden das Opening spielen wird, das könnt ihr dann selbst herausfinden.PS: Die Schmalzbrote (auch in vegetarischer Form) gibt es übrigens echt, kein Witz. Was als kleiner Scherz begann, ist mittlerweile feste Tradition bei Fat Bemme-Partys: Es werden geschmierte Brote verteilt. „Drum & Bass ist eine Musik zu der exzessiv getanzt wird. Ein kleiner Energieschub zwischendurch ist da sicher nicht schlecht“, lacht Micha. Übrigens schmieren Neonlight meistens selbst die Stullen. Eine vom Headliner geschmierte Fett-Bemme bei der Fat Bemme essen – noch ein Grund mehr, am 9. Mai (pünktlich zum Opening) ins mjut zu gehen.

Bilder (farbig): Adrian Bauer

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