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Amy
Hauptsache gute Laune - von Disco bis Tekno kommt für Amy auf dem Dancefloor und USB Stick alles in Frage. Szene über Mainstream, Open Air über Club, Sekt über alles.

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Behind the nights: Acid Rave

23. Mai 2019 / Kommentare (0)

Wer in Leipzig nach einem sorgfältig ausgewählten Line-Up mit Fokus auf härtere Richtungen der elektronischen Musik sucht, der wird beim Acid Rave fündig. Dieser bietet momentan die number-one Anlaufstelle für alle Rave-Heads und Oldschool-Lovers.

Ohne hämmernde Bässe und durchschwitzte Klamotten ist hier nichts los: Wenn es nach vorne gehen soll, enttäuscht der Acid Rave niemals. Hinter der Veranstaltungsreihe steckt Tilli, der seit einigen Jahren in Leipzig wohnt und als TillTheEnd auflegt.

Veranstalter Tilli alias TillTheEnd
Foto: Judith Hohmann

Der Fokus seiner Partys ist – obviously – auf Acid ausgelegt. Acid Techno, Acid House, Acid Tek… Acid ist facettenreich und findet sich in vielen Styles wieder. Dazu kommen einige leichtere, aber auch härtere Richtungen wie Gabber, Trance und Hardtek. Das Spektrum rundet der dritte Floor ab, auf welchem Rap-Acts live auftreten, Bassmucke sowie Electro und Ghettotech läuft. So fällt die Veranstaltung nicht nur musikalisch auf, sondern auch durch die sehr angemessenen, acid-smiley-farbigen Artworks von Michael Manfred.

Bei einem stets hochkarätigen Line-Up muss dann freilich erstmal überlegt werden, wer die Favoriten aus den letzten Acid Raves waren. Konkludiert wird schließlich mit Sentimental Rave, Jerome Hill, D. Carbone und CJ Bolland. Feel you!

Bisher gab es sieben Acid Raves im IfZ, dazu kommen noch einige andere Veranstaltungen wie die Kollabo-Partys mit Bake le Cake im Mjut, der SiCK Crew/Raving Lebanon Soli im Mensch Meier in Berlin und die Mittwoch-Raves im Elipamanoke. Auf die Frage, warum die Veranstaltung vorwiegend im Institut stattfindet, meint Tilli:

„Trakt I ist einfach der fresheste Rave-Floor, den man in Leipzig findet.“

Wo er Recht hat…

ACID RAVE

Rave bedeutet für Tilli, sich in Ekstase tanzen zu können. Das ist für ihn meist mit intensiver Musik verbunden; durch Partys, auf denen entsprechende Genres liefen, hat er bisher immer die sympathischsten Leute kennengelernt. Begriffe wie „Gabber“ und „Hardtekk“ sind bei manchen vorbelastet, daher ist es sinnvoll, einen angenehmen Rahmen dafür zu schaffen. Zudem hat er das Gefühl, dass härtere Sounds in Leipzig und überall wieder mehr am kommen sind. Der Acid Rave ist vielschichtig und durch die Acts, die gebucht werden, kommt sowieso immer ein vielseitiges Publikum zusammen.

Ein wichtiger Faktor ist deshalb, immer neue Facetten mit reinzubringen, sich nicht durchgängig auf einen Sound zu beschränken. Eine Herausforderung beim Booking sei zudem der Anspruch, stets mindestens ein ausgewogenes Genderverhältnis zusammenzustellen.

Dies wirkt sich, abgesehen von der politischen Notwendigkeit, da immer noch überwiegend Cis-Männer auflegen, auch auf die Atmosphäre aus: „Die entspannteste Party mit der besten Stimmung war für mich der Acid Rave letzten November, als kein einziger Mann aufgetreten ist.“

Abgesehen davon, dass der Acid Rave für Leipzig eine spannende Veranstaltung darstellt, die eine stark benötigte Abwechslung in die Szene bringt, leisten die Besucher*innen ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Die Profite gehen an Soli-Projekte, wie zuletzt an das Queer Refugees Network Leipzig und helfen somit LGBTQI Geflüchteten durch Beratung und Unterstützung während des Asylverfahrens. In Berlin wurde zuletzt, wie schon oben erwähnt, wiederholt für syrische Geflüchtete im Mensch Meier getanzt und gespendet.

Der nächste Acid Rave findet am 24. Mai im Institut für Zukunft statt. Schaut vorbei und überzeugt euch selbst!

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