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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Pjotr. G versus Jay Rico „Dutch Connected“ (Instabil)

08. März 2011 / Kommentare (0)

Instabil überschreitet mit seiner aktuellen EP der beiden Niederländer Pjotr. G and Jay Rico die Grenzen des klassischen Dub-Techno. Das ist unheimlich erfrischend.

Es ist eigentlich nicht das erste Anzeichen für eine stilistische Öffnung des Labels. Die EP von Pandemrix 202 alias Falk war auch eindeutig in Detroit verortet als im Dub-Techno. Und auch „Dutch Connected“ lehnt sich weit aus dem Dub-Fenster. Hin zu einem Mix aus Dub, Electronica und Electro. Gar nicht weit entfernt von den zahlreichen Dubstep-Ausläufern der letzten Jahre. Zu dem Duo ist gar nicht allzu viel zu finden. 2006 gab es eine gemeinsame Platte auf Minimal Sound Noise, einem Label, das exakt nur ein Jahr existierte.

Die vier Tracks steigern sich in ihrer Dramaturgie ganz schlüssig. Mit „Prenzlauer Berg“ läutet ein Stück die EP ein, das noch am deutlichsten im Dub seine Referenz findet. Langsam mäandernd, sehr elektronisch und mit einem dezent schiebenden Beat. „Koepenicker Strasse“ zieht das Tempo schon gehörig an, mit verschleppten Snares, brüchigen Bassdrums und einer eingedunkelten Grundstimmung.

Ähnlich auch „Kollisionkurs“, nur dass hier der Rave-Appeal und die dicken Subbässe noch stärker betont sind. Ansonsten eine ganz ähnliche Darkness, die in der Mitte überraschend gebrochen wird – mit einem deepen Chord, einer Phase der Ruhe. Später rutscht der Beat wieder rein und verleiht dem eigentlich recht harschen und hektischen Track eine ungeahnte Wärme.

„Alle Fuer Die Liebe“ greift dies anfangs noch auf, löst sich aber schnell davon und geht in Richtung schwebender Electro-Chords – aufgepeitscht von einer schroffen Rhythmik. „Dutch Connected“ ist zusammen mit Pandemrix 202 mit die stärkste EP der jüngsten Instabil-Phase.

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