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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Runter kommen

19. April 2011 / Kommentare (2)

Eine neue Drum’n’Bass-Party Ease Up – sich beruhigen – zu nennen, ist schon eine Ansage – doch genau wie bei Alphacut Records in den vergangenen Monaten die verlangsamten und breiter geerdeten Tracks begeisterten, so könnte es auch im Club klappen.

Normalerweise werden hier neue Party-Reihen nicht so prominent angekündigt. Aber im Falle von Ease Up scheint eine Ausnahme angebracht. Nun ist mein Einblick in das Drum’n’Bass-Geschehen auch limitiert, aber ich habe schon über den Schub bei Alphacut Records wahrgenommen, dass Drum’n’Bass von der zunehmenden musikalischen Durchmischung und der Öffnung der Grenzen ebenso profitieren konnte wie andere Genres. Da geht es nicht nur um die dicksten Bässe und schnelle Peaks. Da sind mehr Querverweise und mehr Musikalität herauszuhören.

Und dieser neuen Breite möchte sich die Reihe Ease Up widmen. Nicht irgendwo, sondern im Conne Island, einer traditionsreichen Adresse für Drum’n’Bass in Leipzig. Zwischen den neuen Domänen Electric Island, Sub.Island und Inbetween ist Drum’n’Bass in den letzten Jahren jedoch etwas ins Hintertreffen geraten. Gänzlich verschwunden ist es zwar nicht, aber eine nachhaltig kuratierte Reihe konnte sich im Conne Island schon länger nicht mehr festsetzen.

Sieben DJs, Producer, Videokünstler, Grafiker, Veranstalter und Journalisten wollen dies mit Ease Up nun drei bis fünfmal im Jahr nachholen. „Es soll eine runde Sache werden, musikalisch offener, mit einem feineren Blick für die Deko“, hieß es bei einem Treffen vor gut einem Monat – rein vom künstlerischen Input ist das Team gut besetzt. Die kreative Talsohle von Drum’n’Bass sei endlich durchschritten und es gäbe wieder eine hörbare Frische im Sound vieler Producer, die längst nicht mehr nur aus Großbritannien kommen.

„Mittlerweile gibt es auch wieder eine gesunde Szene an Machern und Party-Gängern in Leipzig“, meint denn LXC, der mit Alphacut Records die neue Frische seit mehr als einem Jahr auf limitiertem Vinyl begleitet. Ein Producer aus dieser zweiten Alphacut-Welle wird auch das Debüt von Ease Up bestreiten: Morphy aus Glasgow.

Seine Tracks auf Alphacut gehören zu den Höhepunkten – gedrosselt und intensiv, mutig im Ausreizen von runtergedimmten Momenten, die nicht auf die Effekt erheischenden Endladungen zielen. Ease Up startet am kommenden Gründonnerstag. Und vielleicht reiht sich damit eine neue Drum’n’Bass-Reihe zwischen Electric Island & Co.

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CommentComment

  • Jens / 19. April 2011 / um 14:39
    Ja, super, work in progress...
  • Booga / 19. April 2011 / um 14:28
    ich finde es lässig, dass du einräumst beim thema dnb nicht so drin zu stecken, das ist zumindest ehrlich.

    dnb im jahr 2011 mehr grenzöffnung, musikalität und querverweise zuzusprechen, das ist wahrscheinlich nett gemeint. aber diese zuschreibungen sind mit verlaub seit mehr als 15 jahren zutreffend. ;)

    das überaus interessante an dem thema ist die öffnung des islands an ein externes orga kollektiv und die zusammensetzung der crew.

    und sag nicht "das ist doch ein job für itsyours.info". ;)

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