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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Martin Kohlstedt „Tag Remixes“

28. Oktober 2013 / Kommentare (0)

Im Mai veröffentliche Marbert Rocel-Mitglied Martin Kohlstedt sein Mini-Album „Tag“. Die beeindruckend reduzierten Piano-Stücke inspirierten einige Musiker zu Remixen.

Es scheint dabei eine gewisse Eigendynamik gegeben haben. Befreundete Musiker fragten nach Remixen an oder schickten schon erste Ideen. Auch wenn Martin Kohlstedt mit Marbert Rocel und Karocel die clubbige Seite vertraut ist, dürfte sich das Herausgeben solch intimer Stücke zum Remixen noch einmal anders angefühlt haben. In Eigenregie bringt Martin Kohlstedt nun sechs Remixe heraus – vier davon auf Vinyl.

Was sofort auffällt ist der behutsame Umgang mit den Originalen. Mathias Kaden, Panthera Krause und Matthias Fiedler verorten die Stücke mit dezenten House-Noten. Fragil in den Arrangements, warm und echt in den Sounds. Interessant, wie Panthera Krause offensichtlich auch die Orchester-Bearbeitung von „OMB“ für seinen doch opulenten Break mit einbaut.

Rhythmisch diffiziler gehen Tilmann Jarmer, Klinke Auf Cinch und Talski vor. Hier bleibt die Tanzfläche weitgehend außen vor, wodurch die innere Stille stärker erhalten bleibt. Klinke Auf Cinch holen versteckt poppigen Funk mit rein, Talski zieht sich komplett in seinen Dub zurück. Wieder einmal die große Kunst der Elegie, die Talski hier in beeindruckend konsequenter Art präsentiert.

Toll, wie diese EP das Original-Werk ergänzt.

Parallel kam auch eine 18-minütige Dokumentation über Kohlstedts Stück „OMB“ heraus. Es ist sein erstes selbst geschriebenes Thema, und es taucht in verschiedenen Versionen auf. Der Film dokumentiert in unprätentiöser Weise die Stationen von den ersten Griffen zu Ryos Song „Unter Wasser“ über die philharmonische Bearbeitung bis zum Remix von Panthera Krause.

Den Punkt für das leiseste A wollte er finden, „denn laute Musik gab es auf Landeswelle genug“, erzählt ein verhuscht wirkender Martin Kohlstedt. Am Ende ist der „OMB“-Film eine kleine Ode an die Hingabe eines Musikers. Und an die kindliche Freude, wenn sich alles irgendwie zusammenfügt.

Martin Kohlstedt Website

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