”Zu gerade ist nicht mein Ding“ – Micronaut-Interview

Autor: Jens / Datum: 11. März 2014
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”Wir müssen diesen Typen hier halten“, forderten wir zum ersten Album von Micronaut. Er wollte von ganz allein. Das war nicht immer so bei seinem Solo-Projekt, wie er im großen frohfroh-Interview erzählt.

Der kurze Dokumentarfilm von Hannes Wichmann von neulich vermittelte bereits ein Bild des gebürtigen Rostockers. Dass es immer ein Bild braucht, dass er die Dramatik mag. Sein zweites Album ”Panorama“ knüpft nahtlos an das Debüt ”Friedfisch“ an.

Verspielte Opulenz auf der einen, vertrackte Rhythmen und dramaturgische Wendungen auf der anderen Seite. Aber Stefan Streck alias Micronaut hat sich noch weitere Bereiche erschlossen. Ein Dub-Ausflug mit dem Leipziger MC Flipstar, eine amtliche Rave-Hymne mit dem wunderbaren Gesang von Arpen und flockig leichter 2Step.

”Panorama“ ist nicht leicht einzugrenzen, es möchte wahnsinnig viel Details auf möglichst wenig Raum vereinen. Dass dies nicht ins Beliebige ausleiert oder krampfhaft crossovert ist die große Stärke des Mecklenburgers.

Mit Wooden Peak teilt er sich im Lindenauer Industriehinterland einen Proberaum. Beheizt, mit großen Fenstern und einem Kaffeeautomaten im Treppenhaus. Die Umgebung mit Ruinen, Brachen und einfältigen Gewerbebauten bildet einen harschen Kontrast zu dem durchaus euphorischen Micronaut-Sound.

”Zum Ströpen“ sei die Ecke super. Ziellos durch die Gegend ziehen, ist damit gemeint. Ein tolles Wort aus dem Norden, das ich bei unserem Interview zum ersten Mal höre. Und noch etwas: nach Neubrandenburg wäre er niemals gezogen. Da bin ich im Januar 2012 schön drauf reingefallen.

Wie geht es dir in Leipzig?

Super, von Anfang an. Das mit dem Herziehen war total spontan. Ich habe in Rostock auf der MS Stubnitz als Tischler gearbeitet. Während der Veranstaltungen musste da auch schon einmal der Fußboden lackiert werden – und sobald der Lack trocken ist, muss sofort nachgeschliffen werden, egal zu welcher Zeit. Manchmal war ich also auch nachts da, nebenan Party.

Ich hatte vorher schon viel Musik gemacht, in Bands gespielt und andere Bands abgemischt. Irgendwann habe ich auf der Stubnitz mehr den Ton übernommen. Und jedes Jahr ging es nach Kopenhagen zum Jazzfestival – da hieß es dann: 50 Bands in einer Woche mischen. Ich dachte damals schon, dass es ja leicht wäre, einfach mal aus Rostock wegzugehen.

Gar nicht, weil ich Rostock doof fand. Ich hatte einfach Lust woanders hin zu gehen. Leipzig, Dresden, Jena hatte ich im Kopf. Ich war dann einmal in Leipzig auf Besuch und auf einem Konzert in der Moritzbastei. Das Zimmer von der Freundin, bei der ich da geschlafen hatte, wurde spontan frei und dann bin ich innerhalb von einem Monat hier her gezogen.

Es hätte also auch Jena sein können?

Genau, es war Zufall. Im Nachhinein natürlich ein großes Glück. Anfangs habe ich in der Karl-Heine-Straße gewohnt und in der Moritzbastei gearbeitet. Klar, ein Studentenladen, aber ich arbeite sechs bis zehn Tage im Monat dort, hammergern.

Erst Ton, jetzt mehr Licht. Ich hatte in Leipzig ganz lange Urlaubsgefühle. Immer wenn ich zur Moritzbastei gefahren bin, habe ich andere Wege genommen und neue Sachen entdeckt.

Hattest du hier schon viele Kontakte oder bist du ins kalte Wasser gesprungen?

Es war richtig kaltes Wasser. Aber das mochte ich auch. Wenn man aus der Kleinstadt kommt und geht zum Penny, dann sieht man auf der Straße gleich zehn Leute, die man kennt. Und manchmal hat man auch keinen Bock, irgendjemanden zu sehen.

Über die Moritzbastei kamen dann auch die Kontakte in die Stadt?

Nein, gar nicht. Dort arbeiten vielleicht 100 Studenten und vielleicht 30 Festangestellte. Von denen wissen die wenigsten, was ich mache. Ich glaube, da hat mich noch niemand spielen sehen.

Dennoch bist du in Leipzig angekommen?

Ja, aber nicht, weil Leipzig so hammergeil ist, sondern weil sich Rostock immer mehr entfernt. Die WG, in der ich immer geschlafen hab, hat sich aufgelöst und dadurch bin ich jetzt mehr ein Gast, weil ich nach einer Penne suchen muss. Und immer wenn ich dann dort aufgelegt habe, habe ich gemerkt, dass ich kein Local mehr bin.

Es kommen ja auch jedes Jahr neue Studenten und ich bin mittlerweile auch etwas älter. In meinem Alter gehen dort eben nicht mehr so viele Leute feiern. Ich glaube ja, dass je größer eine Stadt, desto mehr ältere Leute trauen sich auch noch, nachts wegzugehen.

Wer waren die ersten Anknüpfpunkte hier?

Durch meine Drum’n’Bass-Connection bin ich mit Jan ”Audite“ Stern in Kontakt gekommen, er hat mich ein paar Mal eingeladen. Micronaut war zu dem Zeitpunkt auf Eis gelegt. 2004 hatte ich das angefangen, das ging etwa zwei Jahre und dann hatte ich eine Band. Ich war auch immer eher so bandmäßig orientiert.

Microstern hieß sie und war in Mecklenburg ziemlich erfolgreich. Es sollte eigentlich auch losgehen mit einer Tour. Dann bin ich aber nach Leipzig gezogen und die Proben fielen immer länger aus. In Leipzig habe ich nach einer neuen Band gesucht. Lake People habe ich schnell kennengelernt, als er noch Trickform hieß.

Vier Monate haben wir uns auch einmal in der Woche getroffen – er Gitarre, ich Schlagzeug und Friedericke am Klavier. Aber da ist nichts weiter daraus geworden. Ich hatte dann noch einige Aushänge am Schwarzen Brett und im Bandhaus. Aber es hat sich niemand gemeldet.

Die Bandszene ist also hermetisch hier?

Ich glaube, ich bin es falsch angegangen. Ich habe immer geschrieben, dass ich jemanden für eine Band suche. Es hätte wohl besser heißen sollen: sucht noch jemand einen Gitarristen. Dadurch habe ich mit Micronaut wieder angefangen – aus Verzweifelung.

Und wie ist Micronaut 2004 entstanden?

Vorher habe ich ja in Knüppelbands gespielt. Als es damit vorbei war, hatte ich mir Sampler und andere Geräte gekauft und etwas herumgeklimpert, Ein Kumpel von mir hat seine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker in Berlin auf der Insel der Jugend gemacht. Für die Prüfung muss man eine Abschlussveranstaltung planen und durchführen. Da hat er einen Kumpel und mich mit Soundcollagen eingeladen.

Das gefiel mir so gut, dass ich dann über einen anderen Kontakt ein paar Mal im Rahmen von Kunstausstellungen in Rostock gespielt habe. Darüber ergaben sich dann über vier Jahre noch weitere Ausstellungen. Das war nur Improvisieren, einstöpseln und schauen, was rauskommt, nur mit Gitarre und Effekten.

Der Kumpel von der Insel der Jugend ist dann wieder nach Rostock gezogen und meinte, dass er eine Party-Reihe namens ”Silent Sounds“ starten möchte, wäre cool, wenn du da mitspielst. Fünf Wochen vor der Party kam der Flyer heraus und da standen Marcel Dettmann, André Galuzzi, ein paar Rostock-Heroes und ich drauf.

Eigentlich cool, nur stand mein Name ganz oben und in doppelt so großen Buchstaben. Ich kannte die anderen Namen damals noch nicht, weil ich abgesehen von Drum’n’Bass mit elektronischer Musik gar nichts am Hut hatte. Der Kumpel meinte nur, es sei doch alles easy, du machst ein paar Beats. Ich wollte trotzdem am liebsten absagen.

Dann war ich aber auf einem T.Raumschmiere-Konzert und war so hammergeflasht. Ich konnte vorher mit Techno nichts anfangen, aber als ich den Typen gesehen habe, war das wie Grindcore auf elektronisch. Ich glaube, dass ich dann erstmal versucht habe, solch einen Sound zu machen. Auf der Party war das noch Kraut und Rüben. Aber es hat so einen Spaß gemacht und es gab auch ein gutes Feedback, so dass ich das verbessern wollte.Micronaut ist also aus einem Live-Projekt entstanden.

Genau, es gab einige Auftritte in Mecklenburg.

Und das ”Friedfisch“-Album war eine Art Best-of der Live-Sets?

Nein, das war viel später. Von 2004 bis 2006 habe ich elektronische Musik gemacht. Aber da ich keinen Bezug zu der Musik und Szene hatte, konnte ich mich nicht so richtig da rein versetzen. Ich kann auch jetzt noch kein Techno-Stück machen.

Mir fehlt die Geduld, um einen oder wenige Sounds so auszuarbeiten, das ein ganzer Track daraus produziert werden kann. Ich muss immer hier und da noch was reinknallen. Das kommt wohl von dem Bandding. Durch Microstern lag Micronaut wieder auf Eis und weil es in Leipzig mit einer neuen Band nicht klappte, habe ich für mich angefangen, elektronische Musik zu machen.

Mit Andreas und Fabian von Analogsoul saß ich dann öfter am Karl-Heine-Kanal und wir haben Brot reingeschmissen. Als Kind war ich viel angeln und kannte die ganzen Fische da. Andreas meinte dann, da kommt bestimmt gleich der Hecht. Da käme bestimmt keiner, wenn wir Brot reinwerfen, meinte ich. Und da habe ich ein wenig dazu erklärt und all die Fischnamen fielen.

Andreas fand die Namen so toll, dass er meinte, man müsste doch damit was machen. Und ich hatte anfangs fünf Stücke, die mir für eine EP in den Sinn kamen. Eigentlich sollte das bei Analogsoul herauskommen und es sollte auch ein paar Remixe geben, die dann Raubfisch heißen.

Parallel hatte ich die Stücke aber auch Mollono von Acker Records geschickt. Und er fand das super, auch von den Namen her. Er angelt auch hammergern.

Es gab zuvor aber noch die ”Gewürz EP“.

Ja, das waren eher Lieder, die ich damals live gespielt habe. Für ”Friedfisch“ entstanden in Leipzig nur neue Stücke. Das war krass für mich, nach jahrelangen Versuchen ein eigenes Album. Acker Records und 3000° haben mich da auch sehr gepusht.

Vorher gab es den Bezug zu den Labels gar nicht?

Wir kannten uns lange vorher, klar. Auf der Fusion gibt es donnerstags immer einen Grindcore-Abend und da haben wir gespielt und Kombinat 100, Molle usw. kennengelernt. Mit deren elektronischer Musik konnte ich nicht viel anfangen, aber sie waren mir von Anfang an sympathisch.

Rostock scheint ja für eine mittelgroße Stadt eine sehr vitale Szene zu haben, gibt es da noch einen anderen Zusammenhalt?

Diesen Zusammenhalt gibt es in Leipzig auch. Aber durch die Größe von Rostock ist es dort viel konzentrierter. Wenn man die größer dieser kleinen Stadt prozentual hochrechnet, dürfte in Rostock mindestens genauso viel gehen, wie in Berlin.

Es sind wenige Leute, die was machen, aber die machen richtig viel. Es ist immer ein großes Miteinander und besonders das Publikum feiert sehr zusammen.Suchst du jetzt noch nach Leuten für eine Band?

Nein, jetzt gar nicht mehr. Ich habe auch erst einmal versucht mit jemanden elektronische Musik zu machen. Das war cool, aber ich habe gemerkt, dass eben nur einer am Rechner sitzen kann. Ich war auch noch nie ein Freund von Sessions. Ich bin auch in den Instrumenten nicht gut genug für Sessions. Es muss für mich immer eine Idee geben an der man herumfeilt. Wenn ich allein bin, geht das alles.

Mit Gastsängern hat es aber beim neuen Album geklappt.

Ja, die waren richtig da. Flipstar, eigentlich ein Drum’n’Bass- und Reggae-MC, der wohnt unter mir und ich habe ihn immer gehört, bis ich ihn einmal angesprochen habe. Fünf Minuten war er dann oben und schon war alles fertig. Arpens Stimme finde ich einfach hammerkrass.

Maria musste singen, weil ich es bei dem Lied nicht hinbekommen habe und mit Friedericke (Moritz Fassbender) hatte ich kurzzeitig diese Band und mochte Ihre Stimme von Anfang an, weil sie sehr roh und natürlich klingt. Sie versucht nicht, wie irgendwer anders zu singen, sondern sie singt einfach heraus. Aber das Wichtigste ist, das ich diese vier auch menschlich total mag.

Du singst auch selbst, oder?

Ja, aber nicht so gut. Ehrlich gesagt mache ich es aber total gern. Wenn man Stimmen hört – außer bei den Stücken mit den Gastsängern – bin ich das. Aus Sound-Sicht hat meine Stimme leider keinen guten Klang. Da sind echt räudige Frequenzen dabei.

In dem Dokumentarfilm hast du gesagt, dass du immer ein Bild beim Musikmachen im Kopf hast. Was denn konkret – selbst erlebtes oder imaginäres?

Es kommt schon vom Filmschauen. Ich versuche immer auf etwas Tragisches hinzuarbeiten. Es soll nicht plänkern. Ich möchte auch Musik machen, die man in bestimmten Momenten bewusst hören möchte. Nicht nur nebenbei beim Frühstück, Putzen oder Autofahren.

Also wie man einen Film anschaut.

Genau. Eigentlich wünscht sich das jeder Musiker. Aber ich mag auch Musik, die nebenher laufen kann.

Noch einmal zu den Bildern: sind das dann eigene Erinnerungen?

Ja. Wenn mich irgendetwas bewegt und man sich im Vorfeld ausmalt, wie eine Situation ablaufen könnte. Damit spinne ich dann herum und mache Musik danach. Für mich ist das Musikmachen auch ein Aussprechen.

Du kannst auch loslassen und hängst nicht ewig an einem Stück.

Ja, total. Soundlich gehe ich noch einmal ran. Aber musikalisch ist es dann abgeschlossen.”Panorama“ geht stilistisch noch weiter in Breite – gab es noch einmal mehr Inspirationen in den vergangenen zwei Jahren?

Ich höre einfach viel zu gern verschiedene Musik, da könnte ich mich nicht auf etwas festlegen. Ich habe auch den Vorteil – beispielsweise vielen bekannten Produzenten gegenüber, die fest in einer Schublade hängen und auch Erwartungen erfüllen müssen – dass ich die verschiedenen Sachen heraus bringen kann, weil ich mich nie auf ein Genre festgelegt habe. Es gibt nicht die strengen Erwartungen von den Hörern.

Du könntest vielleicht keinen reinen Techno-Track bringen.

Stimmt. Aber es ist eine richtige Last, wenn man Musik nach Erwartungen machen muss. Es ist bei mir auch alles auf einem easy Level, ich muss nicht zwingend abliefern. Wenn das Album jetzt in die Hose gehen sollte, würde mich das wahrscheinlich nicht krass runterziehen, weil ich weiß, dass es gut ist. Auch bei dem ersten Album von Microstern wusste ich, dass mir das niemand schlecht reden kann.

Es gibt ja zwei Pole in deiner Musik: das kleinteilige und abseitige und dann auch der totale Barock und Überschwang. Wie kommt das für dich zusammen?

Über so etwas denke ich gar nicht nach. Ich rücke aber meist Sachen mit Absicht ungerade, damit es für mich interessant wird. Zu gerade ist überhaupt nicht mein Ding.

Aber musst du dich manchmal selbst bremsen?

Ja, jedes Mal. Wenn ich mit zeitlichem Abstand noch einmal drüber höre, rücke ich hier und da wieder etwas mehr gerade oder nehme etwas raus. Erst baue ich in einem Loop alles zu und später verteilt es sich dann, damit es ein richtiges Lied wird.

Gibt es noch jemanden anderes als Input?

Gar nicht. Ich zeig niemanden vorher etwas.

Und der musikalische Einfluss?

Ganz klar Stereolab. Das ist die Band, die mich am längsten begleitet. Sie machen einfach großartige Musik und haben einen ganz eigenen Sound. Von den neuen Sachen gefallen mir Mount Kimbie, Monokle, Praezisa Rapid 3000 oder Prefuse 73.Du bist immer mit dem Auto zu den Auftritten unterwegs – ein wenig Tourbusfeeling also?

Ja, da ich auch die Lichtshow immer mitbringe, kann ich leider keinen mehr mitnehmen. Manchmal kam noch ein Kumpel oder meine Freundin mit, aber das geht nicht mehr. Ich gestalte mir die Autofahrten auch immer hammergemütlich. Bereite mir Hörspiele vor, mache tolles Essen und baue das alles neben mir auf und denke jedes Mal, wie cool es ist, was ich machen kann.

Das schränkt die Bookings auch ein, einfach nach London ginge nicht.

Naja, ich habe mich auf sowas vorbereitet. Bei zwei Gigs musste ich fliegen und habe nur das Nötigste mitgenommen. Das geht schon. Schwieriger war, dass ich zwischen den DJs anfangs zu leise war. Mein Equipment war nicht laut genug. Deshalb lasse ich jetzt immer alles noch durch den Kompressor im Rechner laufen.

Mit deinem Sound durchbrichst du die Geradlinigkeit einer Clubnacht – hast du dich da auch schon fehl am Platz gefühlt?

Ja, kam schon vor. Das ist von der Uhrzeit abhängig. Wenn ich nach vier Uhr spiele, haben die Leute keine Lust darauf. Im Rahmen von Konzerten funktioniert es perfekt. Die 3000°-Booking-Leute sagen den Promotern aber auch, welche Zeit gut passt.

Eine klassische Tour kannst du dir nicht vorstellen?

Auf meinem Level ist es gerade schwer unter der Woche Auftritte zu bekommen. Am Wochenende klappt das alles. Mit Supershirt war ich letztes Jahr auf Tour, aber ich alleine, wer soll da kommen? Wenn der Rahmen cool ist, fühle ich mich aber im Clubkontext sehr wohl.

Gibt es noch einen Traum, einen Ansporn?

Musikalisch kann es gerne so bleiben wie es ist. Ich schraube jeden Tag an meiner Musik. Das habe ich auch gemacht, als ich noch keine Bookings hatte oder wusste, dass ein Album kommt. Nachdem Acker Records das ”Friedfisch“-Album herausbrachte, war das für mich das größte. In demselben Jahr hatte ich 50 Auftritte, was für mich schon viel ist.

Ich bin noch auf einem Level, wo es mir jedes Mal Spaß macht. Gerade die Fahrten haben auch immer was von Urlaub. Mehr darf es also vielleicht auch gar nicht werden, weil es sonst zum Jobabliefern wird. Und das mag ich überhaupt nicht. Ich hätte schon Lust, wieder etwas mit anderen zu machen.

Mit Micronaut würde ich gerne neue Sachen ausprobieren, auch damit es für mich interessant bleibt. Wie sollte ich das jetzt steigern ohne mich zu wiederholen? Das kann ich nicht weiter ausreizen, lieber den Spielplatz erweitern. Wenn es persönlich und musikalisch passt, würde ich auch gern in einer Band spielen.

Micronaut Website
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  1. Rocco | 11. März 2014 | um 21:29

    Schönes Interview! Schönes Album!

  2. Pingback: analogsoul blog » lesezeichen // THE MICRONAUT

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