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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Markus Masuhr „The Trepidation Lack Depth“ (Pragmat)

14. April 2016 / Kommentare (0)

Ok, das hier hätte schon längst mit erwähnt sein müssen – Markus Mashur hat ein neues, sehr einnehmend-düsteres Album.

Unterkühlt und dystopisch war Markus Masuhrs Techno-Sound in letzter Zeit öfter. Bei seinem Album „The Trepidation Lack Depth“ mündeten die offenen Sessions jedoch in eine experimentellere Richtung. Bassdrums und schnelle hypnotische Schleifen für den Dancefloor spielen da nur eine untergeordnete Rolle.

Markus Masuhr bewegt sich mit den acht Tracks eher ins Avantgarde. Mit einer kompletten Öffnung der Strukturen, ästhetisch in leeren, ausgekühlten und ruinösen Industriehallen verortet. Wie klangliche Stillleben aus einem unwirtlichen Sperrgebiet wirken Tracks wie „A Mere Formality“, „To Be In Abeyance“, „Rough Bindweed“ und „Grey Calmness“.Sie umrahmen den mittleren Teil des Albums, der aus vier rhythmischeren Tracks besteht, ohne den dystopischen Rahmen zu verlassen. Die präzisen Verknüpfungen der Basslines und Bassdrums rufen bei mir schnell Assoziationen zum digital-signalhaften Sound vieler Raster-Noton-Acts hervor. Nur das es Markus Masuhr wesentlich rougher und weniger cleaner angeht. Aber er erzeugt hier eine ähnlich springende Dynamik mitten in einem elektrischen Spannungsfeld.

„The Trepidation Lack Depth“ ist ein tiefgehendes, durchaus verstörendes Artist-Listening-Album, das Markus Masuhrs Sound um eine großartige Facette erweitert. Der CD im Vinyl-Look liegt übrigens wieder ein Bild bei – und passenderweise mit einer Aufnahme aus einer leerstehenden Fabrik.

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