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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Various Artists „RM241216“ (R.A.N.D. Muzik)

21. Januar 2017 / Kommentare (4)

R.A.N.D. Muzik presst Platten, klar. Aber eigentlich nur für andere Labels. Zum letzten Weihnachten gab es eine Ausnahme.

Es ist aber nicht die erste: Vor fast sieben Jahren gab es schon einmal eine Platte von R.A.N.D. Muzik, in Zusammenarbeit mit Mikrodisko Recordings. Und nicht zu vergessen die große Zeit von Out Of Lunch, 3B, Science City und United States Of Mars, jenem Label-Quartett, dem R.A.N.D. Muzik ein Dach bot und aus dem schließlich das Presswerk und Lowtecs Workshop-Label entstand.

Nach all der historischen Einordnung soll es aber um die Gegenwart gehen. Die „RM241216“ ist nicht nur das Highlight hinter dem 24. Türchen des R.A.N.D. Muzik-Adventskalenders 2016, es ist zugleich ein schöner Ansatz zum Aufbau einer möglichen Tangente Leipzig-Australien. Denn an der Entstehung der Mini-Compilation war maßgeblich Reece Walker alias Carmel aus Perth beteiligt.

Seit Anfang Herbst des letzten Jahres lebt er in Leipzig und fand über Jens Kuhn alias Lowtec einen guten Kontakt zu R.A.N.D. Muzik. Und weil der Adventskalender so gut ankam, sollte am Ende eine Platte entstehen – mit einer Dance- und einer Listening-Seite.

Natürlich ist es heiß, dass Kassem Mosse mit einem ebenso rasenden wie unbedarft daherkommenden Track dabei ist. Die wirklichen Kicker kommen aber von Reece Walker. Einmal solo mit seinem gedrosselten, leicht ätherischen Jungle-Track „DOC 2“ und in zwei Kollaborationen mit Alex Campell (als Senate) sowie mit Jefferson Burrow (als Fishermans Friend). An dem hektisch bollernden Breaks-Stück „Braunschweig Breaker“ von Senate bin ich sofort hängengeblieben. So simpel, so pur, so energiegeladen. Ich komme nicht daran vorbei, mein Hit dieser Platte.

Als Kontrast wird es mit Fishermans Friend dann wesentlich kontemplativer. Perkussiv und in Südseeromantik getüncht schleicht der „Deep Florist“ schier endlos entlang der Ambient-New Age-Traditional-Linien. Sehr angenehm und unaufgeregt, und vor allem: sehr unkitschig.

Diese extrem gute und vielseitige Compilation gibt es übriges ausschließlich im Possblthings-Plattenladen in Connewitz.

CommentComment

  • Jens / 25. Januar 2017 / um 13:16
    Great, Carl. Danke!
  • Carl / 25. Januar 2017 / um 13:13
    Es wurde nachgebessert - die Tracks sind jetzt in voller Länge verfügbar.
  • Jens / 23. Januar 2017 / um 16:30
    Andere Snippets gab es leider nicht. Vorhören geht also nur im Possblthings. Aber es lohnt sich :) Einen Track gibt es hier vollständig zu hören: https://www.discogs.com/de/Various-RM241216/release/9610406
  • Fat Boy Schlimm / 23. Januar 2017 / um 14:39
    Was soll man mit 20 Sekunden-Schnipsel anfangen?
    Soll das irgendwie Coolness erzeugen?

    Ich kann mir leider kein Urteil bilden über diese Platte.

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