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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Herbst-Update bei Alphacut

06. Dezember 2017 / Kommentare (0)

Neuigkeiten aus dem Hause Alphacut: Neben der „Slow Blasters EP“ gibt es ein Wiederhören mit Alpha Cutauri und einen Sampler-Beitrag von LXC.

Hysee „Solstice Boundaries EP“ (Alpha Cutauri)

Die bereits achte Alpha Cutauri sammelt diesmal sieben Stücke von Hysee zusammen, der mir bis dato kein Begriff war. Vielleicht ist das auch nicht wichtig: Auch bei dieser EP scheint es, als wäre die Musik direkt für das Label entstanden. Wieder gibt es knisternde Beats, eingehüllt in behutsam schwebende Sounds, die einerseits zum Tagträumen verleiten, genauso aber dazu anspornen, aufmerksam zuzuhören.

Das lohnt sich, da immer wieder neue Details zum Vorschein kommen. Obwohl nur drei bis fünf Minuten lang, spielen die Tracks dank ihrer hypnotischen Wirkung mit der Wahrnehmung von Zeit – als wären sie auf Vinyl gepresste Wurmlöcher.

Various Artists „Slow Blasters EP“ (Alphacut)

Als Ausgleich zum ruhigen Sound auf Alpha Cutauri bietet sich wiederum die „Slow Blasters“-EP des Mutterschiffs Alphacut an. Mit „I Run Shit“ vom Duke of Juke deutet schon der erste Track direkt auf den Juke-Einfluss hin, der auf keiner EP von Alphacut bisher so deutlich im Zentrum stand wie auf dieser.

Aufmerksame Leser erinnern sich bestimmt an den Beitrag des Duke of Juke zur ersten Bassmæssage-Platte. Auch mit „I Run Shit“ hat der Duke of Juke Spaß an dieser roughen HipHop-Attitüde, die in dem Sound steckt. Hinter dem Pseudonym steckt übrigens Noize Creator, der in Dresden mit Suburban Trash einen Mailorder und ein Label betreibt.

Der zweite Beitrag „A Demon“ stammt von Ddog aus Finnland und bringt gleich brutalere Drums mit, die zwischendurch in dämonische Höhen gepitcht werden. Für Fans des eher darken Raves, aber auch für Freunde spannender Breakbeat-Bearbeitung genau das Richtige.

Auf der B-Seite schließen dann Blind Prophet und Bukkha sämtliche Lücken, denn hier treffen ebenfalls Juke-inspirierte Patterns auf Dub-Einflüsse, Jungle und amtlichen Acid. Klingt in der Beschreibung vielleicht wie eine überladene Kombination sämtlicher Retro-Trends, funktioniert aber prima und könnte ein kleiner Hit werden.

Die beiden letzten Tracks – „In Between“ von Sun People sowie „Gimme Gimme“ von Paranoid One – verquicken ebenfalls Juke und Jungle. Gerade bei „In Between“ schaukeln sich die Drums wunderbar auf und überschlagen sich fast im zweiten Teil. Daran darf sich das Jungle-Revival gern messen.

Various Artists „Sounds From The Well: Collection 1“ (Khaliphonic)

Außerdem gibt es auch neue Musik vom Alphacut-Boss LXC selbst: Das zusammen mit Dubmonger produzierte Stück „101 Delaytionz“ bleept wunderbar zwischen den Nahost-inspirierten Tracks des Sampler „Sounds From The Well: Collection 1“ hervor.

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