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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Nachtrauschen auf Mephisto 97.6

04. Juli 2018 / Kommentare (0)

2018 ist für Leipzigs Lokal- und Ausbildungsradio ein großes Jahr. Erstmals wird 24/7 gesendet. Und es gibt ein neues Format für den Samstag Abend, das zugleich der lokalen Clubmusikszene eine neue Plattform bietet.

Seit Ende Januar sendet Mephisto 97.6 nun nonstop – zumindest online und via DAB. In den bisherigen vier Sendestunden (10-12 und 18-20 Uhr) läuft das Live-Programm wie bisher, außerhalb dieser Slots sind Wiederholungen oder vorproduzierte Sendungen zu hören. Das hat Raum für neue Konzepte und Formate geschaffen.

Eines davon ist „Nachtrauschen“. Jeden Samstag ab 21 Uhr beschäftigen sich unter diesem Banner fünf Sendungsmacher*innen mit elektronischer Musik im weitesten Sinne. Und dazu gehört nicht nur das Vorstellen und Abspielen neuer Tracks und DJ-Sets, sondern auch das Berichten über Menschen, Clubs, Open Airs sowie deren politische und gesellschaftliche Hintergründe.Vier Sendelinien teilen sich in „Nachtrauschen“ ein: Einmal die Reihe „Dunkelgluehen“, die u.a. von unserer neuen Autorin Lea Schröder kuratiert wird. In ihr kommen verschiedene Akteure*innen der Nacht zu Wort. In der ersten Folge ging es um Kollektive. Dabei ging Lea selbst zu einem Open Air, das vom Waldbrand-Kollektiv organisiert wurde. Außerdem sprach ihre „Dunkelgluehen“-Kollegin Valerie Zöllner mit dem Nebula-Kollektiv. Und mit Andy vom Elipamanoke sowie mit Xavi und Moritz vom IfZ erzählen auch etablierte Clubbetreiber über ihre Erfahrungen mit Kollektiven und als Teil derselben.

Ein super spannender Start also, der bei Soundcloud nachgehört werden kann, bzw. hier:

Neben „Dunkelgluehen“ wird es drei weitere interessante Formate geben, die sich jedes Wochenende abwechseln: Zum einen zieht Redakteur Nico van Capelle in „Nachtecho“ mit dem Mikro durch die Freitagnacht – eingefangen werden Sets aus Leipziger Clubs und Stimmen aus der Einlassschlange oder dem Backstage. Alles läuft dann einen Abend später auf Mephisto.

Die erste Ausgabe lässt sich ebenfalls bei Soundcloud nachhören, allerdings kommen die nächtlichen Eindrücke etwas zu kurz, in erster Linie gibt es die Sets aus einer So&So-Nacht.

Zum anderen spaziert Lena Hähnchen immer mal wieder durch die Stadt. Nicht allein: Sie lässt sich für ihre Sendung „An die frische Luft“ von Musikern*innen der Leipziger Musikszene wichtige Orte zeigen, die für deren eigenes Schaffen und den bisherigen Werdegang wichtig waren oder sind.

Und auch Ramin Büttner, einer der Musikressortleiter*innen, steuert etwas bei: Er stellt – ganz klassisch – aktuelle elektronische Musik vor, nicht zwingend aus Leipzig, dafür ausschließlich auf Vinyl. Sein Format wird wahrscheinlich am häufigsten bei „Nachtrauschen“ zu hören sein. Denn: die anderen Formate sind mit viel Aufwand verbunden, dafür umso spannender.

Auf jeden Fall klingt das „Nachtrauschen“-Programm nach einer inhaltlichen Bereicherung für alle, die mehr über die Leipziger Clubszene erfahren möchten und lieber hören als lesen.

Redaktionsfoto: Theresa Willkomm

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