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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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VEF 137 „VEF Radio“ (Yuyay / PossblThings / R.A.N.D. Muzik)

10. Dezember 2018 / Kommentare (0)

Nanu, da machen drei Labels gemeinsame Sache – zum Glück, denn sonst würden wir die Synth-Abenteuer von VEF 137 verpassen.

Ein sich steigernder, langgezogener Ton, der am Ende von „Introvert“ höhepunktlos verebbt, gefolgt von uralter Telefon-Werbung am Anfang von „Telefon 1-800“: So beginnt das Album „VEF Radio“ von Kirill Junolainen alias VEF 137, das unter gemeinsamer Anstrengung von Yuyay, PossblThings und R.A.N.D. Muzik auf Vinyl, digital und als Tape herausgebracht wurde (wobei die 12″ elf der insgesamt zwanzig Tracks sammelt).

Eine Liebeserklärung an einst moderne Technik sei dies, erklärt der Promo-Text. Anhand der Tracklist wird dies deutlich: Da tauchen obsolet gewordene Geräte wie „Matrixprinter“, „Floppydisc“ oder „Telefax“ auf, aber auch solche wie der „SL-1200“, die vielleicht schon mehr Menschen vermisst werden. Track Nr. 12 heißt dann auch „Nostalgie“ – eigentlich klar, dass die Musik in der retro-futuristischen Welt zwischen Drum-Machines und Synthesizer, Electro und russischen Sprachsamples zuhause ist.

Die verschiedenen Geschwindigkeiten und Stimmungen auf „VEF Radio“ sind knackig auf den Punkt gebracht und dabei auf Albumlänge gesehen abwechslungsreich gestaltet. Meistens ist dies genre-typisch eher dark, wird aber auch ziemlich funky wie bei „Retroman“, rockt sehr munter nach vorne wie bei „UKW“ oder schaut verträumt in die Sterne wie bei „Kinofilm“. Zwischendurch hören wir nochmal rein, wie eigentlich ein „AM Transmitter“ klang und trauern darüber, dass mit Verschwinden des „56k Modem“ auch ein ikonischer Sound abhanden kam, der die vielversprechenden Weiten des Internet akustisch prägte. Ein feines Release und außerdem ein gutes Beispiel für gelungene Label-Kooperationen.

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