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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Various Artists „Frost Vol. 1“ (Basic Unit Productions)

09. Januar 2013 / Kommentare (1)

Es kommt nicht oft vor, dass aus einer Party-Reihe eine Compilation erwächst, die sich einem bestimmten Sound widmen möchte. Frost macht genau dies.

Im Absturz gastierte die Frost-Crew um Santini, Booga und Daniel Myer mehrmals in den vergangenen zwei Jahren. Und immer stand Techno auf dem Plan. „The Techno Evolution“, so das Credo der Partys. „Frost Vol. 1“ möchte den damit verbundenen Sound nun weiter manifestieren. Die Digital-Compilation vereint neun Stücke, wobei Tausendsassa Daniel Myer mit gleich zwei Projekten dabei ist.

Wenig verwunderlich, er zählt zu den wahrscheinlich produktivsten Musikern Leipzigs, mit gefühlten hundert Pseudonymen und ebenso als Teil der Band Haujobb. Als Hexer war er auch auf Alphacut des Öfteren zu hören. Bei „Frost Vol 1“ kommt neben seinem bekannten Architekt-Alias auch ein sein neues Projekt Liebknecht erstmals mit einem Track hervor. Mit DSX ist auch der zweite Haujobb-Part mit dabei. Und schließlich Santini als Blac Kolor und Booga als Square7.

Und was ist der Frost-Techno? Enorm aufgeladen, maximalistisch und mit ordentlich düsteren Rave-Ansagen. Also weniger die dystopische Reduktion, eher ein pathetischer Industrial-, Electro- und IDM-Einschlag. Sehr treibend, aber auch sehr breitwandig. Gerade bei Blac Kolor und Liebknecht wird es mir schnell zu viel davon. DSX und Square7 kriegen mich aber. Mit der analogen Schroffheit von „Burn Your Radio“ und der widersprüchlichen Deepness von „Audiogast“.

Daniel Myer erklärt, wie es zu der Compilation kam.

„Die Idee zur Compilation kam, weil uns noch eine eigene Identität fehlte, ein Sound. Frost soll ja düster und kalt, aber auch tanzbar und vielleicht sogar ravig sein. Dass auch in einen Sound umzusetzen, war und ist das Ziel. Und da jeder der beteiligten – Booga, Santini und auch ich – ja Musik produzieren, lag es auf der Hand, auch Stücke für Frost zu produzieren.“

Was ist für dich die Essenz des Frost-Sounds?

„Wenn wir die Party machen, ist die Essenz ganz klar Techno! Nun ist dieses Genre allerdings sehr umfangreich und wir versuchen, uns unsere kleine Sparte da aufzubauen. Wenn wir auflegen, kann auch mal Garage laufen, oder House. Aber es ist immer ne Spur sperriger und kälter, als auf anderen Floors. Und so sind auch unsere Tracks aufgebaut.“

„Vol. 1“ verrät, dass da noch mehr zu erwarten ist?

„Das hoffe ich. Wir werden sehen, wie die Compilation jetzt läuft. Aber unsere Jungs sitzen schon an weiteren Tracks und ich denke, wir werden erstmal ein paar EPs oder auch nur vereinzelte Tracks releasen. Das Jahr hat gerade angefangen und wir wollen es zu unserem machen.“

CommentComment

  • Frost Vol. 1 – Review | IT'S YOURS / 11. Januar 2013 / um 10:37
    [...] der Trackliste erscheint. Leider ist die eloquente Beschreibung „widersprüchliche Deepness“ schon vergriffen, weswegen ich noch mal ein bisschen ausholen muss. Audigast fängt völlig aus der Kalten einfach [...]

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