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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Petula „Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula!“ (Dia)

22. Januar 2013 / Kommentare (0)

Dia, das Analogsoul-Sublabel wird schon nach zwei Split-EPs erwachsen. Mit dem wunderbares Album von Petula. Und Indie-Hymnen in Miniatur. Ja, richtig gelesen: Indie.

Oder Loop-Folk, wie Petula selbst sagt. Schon auf der letzten Dia-EP waren zwei Stücke von ihm enthalten. Dass nun ein ganzes Album folgt, ist eine sehr angenehme Überraschung. Eine mit Gitarren, Indie-Leichtfüßigkeit und Loop-Überschlägen. Ich kenne das Solo-Projekt von Sebastian Cleemann, der auch bei den Bands Kate Mosh und SDNMT mitwirkte und das Label Sinnbus mitgründete als Experimentierwiese voller Skizzen, loser aber schöner Ideen, Veröffentlichungen auf CD-R und Floppy Disk.

Auf Indiepedia steht noch etwas von Aufnahmen, die „von Virtuosität weitgehend freie Studiosimulationen“ präsentieren. Es ist aber ein großer Sprung zum aktuellen, zweiten Album geschehen. Denn die Home-Recording-Niedlichkeit ist einem ausgewachsenen Pop-Entwurf gewichen. Ein Entwurf, der die großen Spannungsbögen ohne Mühe aufbaut und zugleich die brüchigen Wendungen und klanglichen Dissonanzen nicht scheut. Cleemann war aber nicht ganz allein. Oliver Stangl von Clickclickdecker verkroch sich mit in ein erzgebirgisches Bergidyll, um an dem Album zu arbeiten.

Geloopte Elektronik, Folk-Gitarren sowie flüsternder, samtiger und auch lausbübischer Gesang. Verdammt: es hat mich schon lange kein Gitarren-Album so bewegt wie „Don’t Forget Me, Petula! Don’t Forget Everything, Petula!“. Nun bin ich auch nicht mehr so davon angetan und habe sicherlich auch vieles überhört in den vergangenen Jahren. Wenn schon. Von Petula lasse ich mich gern belehren. Um das Vergessen geht es inhaltlich. Diese elf Stücke werde ich wohl erstmal nicht wieder vergessen.

Dia Website
Petula Website

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