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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Ironie und Saxofon?

30. Januar 2013 / Kommentare (0)

Zwei auf einen Streich – hier vorgestellt. Die neue Cargo Edition und die neue Esoulate Music.

Vor zwei Wochen schon kam „The Death Of The Funky Chameloen“ heraus. Es ist die Steven Cocks erste Artist-EP auf Cargo Edition nachdem er auf den letzten beiden „Warehouse“-Compilations zu hören war. Schon dort gefiel sein dunkel eingefärbter, dezent schiebender Deep House. Die EP vergräbt sich bis auf den Titel-Track noch einmal mehr in den schwebenden, unaufgeregten Wohlklang. Sehr musikalisch und mit Disco-Glitzern bei „F.D. One“, dann wieder epischer bei „Language Of My City“.

„The Death Of The Funky Chameloen“ als Track tänzelt schließlich mit so trockener Bassdrum voran, dass man annehmen könnte in Dresden hätte man besondere Fähigkeiten im Umgang mit der House-Bassdrum. Die Uncanny Valley-Platten zeugen ja auch davon. Irgendwie aber abgefahren, dass es noch immer Vocals wie „Party People in da House“ in einen heutigen Track schaffen. Oder überhöre ich die Ironie?

Simon-Sunset-The-Owl-Tree-EsoulateBei Esoulate Music kommt Simon Sunset zu seiner ersten eigenen EP. Seine beiden Beiträge zu den anfänglichen Esoulate-Compilations deuteten einen schwelgerisch-aufgeräumten Sound an. Und die vier Tracks der „The Owl Tree“-EP tendieren ebenfalls dahin. Sie tragen aber auch eine Menge Wehmut mit sich.

Auf eine gewisse und durchaus tolle Weise etwas oldschool in der hintergründigen Musikalität, gerade bei „Watching Birds“ oder „Coasting Islands“. Ein wenig kratziger könnten sie sein. „Manihiki Gallery“ macht da eigentlich vieles richtig – bis das schreckliche Saxofon kommt. Der Oberkitsch. Oder bin ich mit meiner Saxofon-Antipathie allein?

Cargo Edition Website
Esoulate Music Website
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