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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Lake People „Step Over, Trace Into Part 1“ (Connaisseur Recordings)

05. Februar 2013 / Kommentare (0)

Oha, nächstes Level für Lake People. Nach seiner fulminanten EP auf Krakatau Records im letzten Herbst kommt jetzt der Sprung zu Connaisseur Recordings.

Gerade mal fünf Jahre dabei und schon fast 60 Veröffentlichungen – das Offenbacher Label ist äußerst ambitioniert beim Verbreiten seiner warm perlenden House-Stücke. Hier passt Lake People natürlich gut hin. Interessant was das Label selbst schreibt. Denn die Entdeckung von Lake People erinnert die Betreiber an den Moment als die erste EP von Kollektiv Turmstraße bei ihnen erschien.

Ein ähnliches, überschaubares, aber merkliches Hype-Level, das durch eine vorhergegangene Platte erzeugt wurde – eben die auf Krakatau – auf das Connaisseur nachlegt. Von einem ähnlichen Potential wie bei den Mecklenburgern ist die Rede. Und die bespielen mittlerweile locker größere Clubs. „Part 1“ im EP-Namen deutet auch darauf hin, dass hier etwas weiter ein gemeinsamer Weg geplant wurde.

Auf „Step Over, Trace Into“ behält Lake People die emotionale Linie bei, die bei vielen seiner bisherigen Stücke so eindringlich ist. „Trace Ae“ mit seinem Gitarrensample und den Chords vielleicht eine Spur glatt gezogener als sonst, „Changeover“ ist wieder dissonanter mit wegslidenden Sounds, Piano, rasselnden Hi-Hats und es wagt sich sogar an ein Theremin. Im ersten Moment ungewohnt schrill zwischen all der Wärme. Aber es bleibt dann doch im Hintergrund.

Ghostek aus Russland bekommt „Changeover“ außerdem für zwei Remixe. Und er macht diesen Job unglaublich gut. Einmal sehr rough und technoid entschlackt. Auf die beste Weise trocken. Dann gemäßigter und breakiger irgendwo zwischen Dubstep und Electronica. Das Piano hält in beiden Fällen alles zusammen. Kommt gar nicht so oft vor, dass einen die Remixe genauso weghauen.

Das Artwork kommt übrigens auch aus Leipzig – wieder von Iska Kaek.

Connaisseur Recordings Website
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