← ZurückReleasesReleases

Autor/-in

Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

Tags

Teilen

Me And Oceans & The Ensemble Mistral „The Bay“ (Analogsoul)

12. August 2013 / Kommentare (0)

Es ist schon ein paar Tage draußen – das erste richtige Album von Me And Oceans. Mit kleinem Ensemble und einer traurigen Polonaise.

Dass Fabian Schuetze alias Me And Oceans die unsägliche Oma-Lotte-Party-Hymne „Polonaise Blankenese“ gecovert hat, sorgte neulich schon für eine doch auch positive Verwunderung.

Es ist nicht das einzige Cover auf „The Bay“. Chris Rea bekommt auch sein Tribut, zu „Josephine“. Das ist dann aber eine amtliche Ballade. Kein Klamauk, nur große Emotionen, live durch das Ensemble Mistral extra aufgebauscht.

Und schon sind wir mittendrin in den Details um dieses Album. Denn nach den zwei Me And Oceans-EPs ist „The Bay“ in hohem Maße das Ergebnis von einigen größeren und kleineren Zusammenarbeiten in deren Mittelpunkt Fabian Schuetze und Arpen stehen.

Ja, Arpen scheint mittlerweile halb mit zu der bisherigen 1-Mann-Band zu gehören. Er war ebenso ein Teil des Ensemble Mistral, mit dem die größtenteils von den EPs bekannten und den zwei neuen Songs umarrangiert wurden – mit Klavier, Violine, Cello, Posaune und Bratsche.

Der Spieluhren-Electronica-Sound weicht mit diesem Set-up konsequenterweise einem wesentlich selbstbewussteren Pop-Ansatz. Trotzdem bleiben die loopigen und experimentellen Reibungen teilweise erhalten. „Carp“ ist so ein Stück, das auf behutsame Weise die klassische Klavier-Ballade anders betont.

Oder der sich zerfasernde Mittelteil von „Walking Home“, wobei hier das Ensemble Mistral die Hauptfaszination erzeugt. Und nach wie vor unglaublich: „When I Was A Dancer“, jetzt sogar mit noch mehr Wehmut.

Komischerweise klingt aber „The Bay“ als Song viel mehr nach Chris Rea, als das Cover von „Joseqhine“. Hier geht es ins Radio, da wird es schon einen Moment arg gefällig.

Aber mit genau den Extremen muss man bei Fabian Schuetze zurechtkommen. Ebenso mit der bedeutungsschweren Tonalität seiner Gesangstimme. In einem falschen Hörmoment kann sie auch unglaublich pathetisch wirken. Aber im richtigen genau mittig treffen.

Me And Oceans Website
Analogsoul Website
Mehr zu Me And Oceans bei frohfroh
Mehr zu Analogsoul bei frohfroh

CommentComment

    RelatedRelated

    zum Seitenanfang scrollen