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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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26. April 2015 / Kommentare (15)

Fast einen Monat Stille hier – abgesehen von den Tipps zum Wochenende. Was ist passiert? Was wird passieren?

Zwei Fragen auf die es keine klaren Antworten geben wird. Vorerst. Ich suche den Reload-Schalter. Ich suche den Sinn, die Kraft, die neuen Ideen. Drei Dinge, die mir nach fast sechs Jahren frohfroh scheinbar abhanden gekommen sind. Gut, dass Christoph nun mit schreibt. Gut, dass eigentlich weiterhin die Zeit für solch eine Seite da ist. Auch gut, dass die spannende Musik aus dieser Stadt nicht versiegt.

Und trotzdem ist etwas nicht klar definierbares geschehen, das entweder Ende oder Zäsur nach sich ziehen wird. Noch fühlt sich die Leere jedoch zu groß, die Sprachlosigkeit zu mächtig und das Herz zu aufgerissen an, um irgendetwas ausloten oder entscheiden zu können. Geduld an mich. Geduld an euch. Was für ein Pathos. Was für ein Frühling, F.!

In der Zwischenzeit ist die Releases Releases-Maschine natürlich weitergelaufen, für die mir aber gerade nicht allzu viele blumige Worte einfallen. Doch Mix Mup hat seine neue, extrem wunderbare „Skip Intro“-EP auf The Trilogy Tapes veröffentlicht. Onetake hat den alten Klassiker „Call“ des heutigen R.A.N.D. Muzik-Betreibers Lynx nochmals nachpressen lassen – und der Vertrieb Hardwax sagt: Sold out.

Markus Masuhr verfeinerte seinen dunkel-loopigen Keller-Techno weiter mit gleich zwei neuen EPs – „Letliva Morge“ und „Modul Alpha“. Auch Holger Records ist wieder dabei. Und schärft die Verbindung nach Köln zum Magazine Label um Barnt und Jens-Uwe Beyer. Beide remixten jeweils „Moonland“ vom spooky-krautigen Dream Weapons-Debüt.

Richtig lang zurück liegt das sehr weit und vernebelt ausholende Ambient-Drone-Tape des Berliners Sovt. Und klar, zwei neue Moon Harbour-Sachen sind in dieser kurzen Zeit auch erschienen, darunter die große Remix-Zusammenstellung zum 10-jährigen Jubiläum von Luna City Express.

Ja, ganz so schlimm kann es nicht sein: Nächste Woche gibt es doch auch etwas spannendes hier.

CommentComment

  • Support frohfroh | Ashore / 29. Oktober 2015 / um 22:06
    […] Jahren für die Groove im Rahmen eines Leipzig-Special interviewt. Im Frühjahr legte frohfroh noch eine kleine Pause von einigen Wochen ein, doch zum Glück war das kein Abschied, sondern nur Anlauf zu Größerem. Denn seit dieser […]
  • Phil / 10. Juni 2015 / um 14:34
    FRXH
    FRXH ist Leipziger Musik Kulturgut !
    Danke für so viel Liebe und Hingabe ,bitte bleib uns erhalten !
  • mm / 22. Mai 2015 / um 18:31
    danke für die tollen reviews und artikel! viel kraft wünsch ich dir! pathos ist gut! :)
  • Christin / 22. Mai 2015 / um 06:57
    manchmal haben deine party-ankündigen mehr spaß gemacht als die parties. danke für die letzten Jahre. danke fürs durchhören all der Scheiben, danke fürs wühlen in den tiefen des web.
    und selbst wenn du tatsächlich ein frohfrohes sabatical machst, wir warten auf dich
  • Zig / 21. Mai 2015 / um 10:25
    We like dance music from Leipzig. Aber nur mit frohfroh.
  • guido / 13. Mai 2015 / um 21:47
    Bitte gib nicht auf, es wäre wirklich schade um das Blog. Diese Lücke könnte keiner füllen.
  • Brahm / 13. Mai 2015 / um 07:13
    FrohFroh muss bleiben! Bester deutscher Blog für elektronische Musik, ganz ernst! LOVE!
  • Tahile / 28. April 2015 / um 17:37
    Dass du dir Gedanken darüber machst, was dir den Antrieb gibt deine Zeit und Leidenschaft in frohfroh zu stecken, versteht jeder, der deine Texte mitverfolgt und über die Zeit in deiner Sammlung an Information und Berichten gestöbert hat. Wie viel Liebe und Mühe hier jemand in ein Projekt steckt, von dem so viele Leute profitieren. Dieser Tatsache ist es ja überhaupt zu verdanken, dass frohfroh für viele eine Seite ist, auf die man sich verlässt, wo jemand ehrlich, offen und liebevoll von Themen erzählt und welche die unterschiedlichsten Leute anspricht. Danke Jens für deine Arbeit!
  • RH / 27. April 2015 / um 14:35
    Es ist beeindruckend welch wichtige Institution du mit frohfroh für die (gerade) elektr. Musik in Leipzig aus dem Nichts aufgebaut hast. Die Seite schafft eine wunderbare Übersicht über ein weites Feld und die Szene erscheint durch deine lockere Schreibweise dynamischer und sympathischer, als sie sonst den Eindruck machen würde. Sie ist gerade auch für neu auftretende Projekte eine äußerst hilfreiche Promotionshilfe, wodurch man ihr auch ein ordentliches Stück Nachwuchsarbeit zurechnen kann.

    Ich bin Fan; ein Ende würde mich traurig stimmen. Eine Verschnaufpause mit Sinnfrage ist jedoch nur allzu verständlich und wahrscheinlich unvermeidlich. Im besten Falle fühlen sich nun einige mit tendenziell journalistischem Interesse dazu aufgerufen, dich zu unterstützen; und dann:
    Reboot Reboot
  • jonas / 27. April 2015 / um 09:25
    jens, wir lieben dich, geh nicht.
  • Jens / 26. April 2015 / um 19:49
    Ihr Lieben,
    vielen Dank für die Worte.
    J
  • Sandra / 26. April 2015 / um 16:18
    we need frohfroh from leipzig.
  • Til / 26. April 2015 / um 15:25
    Leipzig & frohfroh – untrennbar. Danke für Deine getane und zukünftige Arbeit!
  • Micha / 26. April 2015 / um 15:01
    was wäre die elektronische musikszene leipzig aktuell ohne dich, jens?!
    gut zu lesen, dass du ein wenig backup bekommst! auch wenn ich gut nachvollziehen kann, wie sehr ein projekt in gewissen lebensabschnitten schwer am leben zu erhalten ist, wünsche ich mir sehr, dass du in naher oder ferner zukunft die nötige motivation findest um froh froh weiter mit frischem enthusiasmus am leben zu erhalten. ich denke nicht nur ich hab allergrößten respekt vor der überwältigenden arbeit und liebe, die du bis jetzt in das projekt frohfroh gesteckt hast!
    auch wenn du von gestern auf heute damit aufhören solltest, einen unverrückbaren meilenstein hast du dir damit jetzt schon gesetzt!!!

    alles liebe!
  • Fabian / 26. April 2015 / um 13:25
    Jens! FrohFroh ist eine total wichtige Seite. Für die Stadt intern, aber auch für die Aussensicht auf die Szene der Stadt. Es wäre sehr sehr schade! Ich würde mich sehr freuen, wenn es hier weitergeht. In jedem Fall Vielen Dank für deine Arbeit in den letzten Jahren!

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