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Autor/-in

Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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A Beef Story

25. August 2015 / Kommentare (1)

Oh, da ist einiges schief gelaufen am vergangenen Wochenende bei einer Party in der Alten Damenhandschuhfabrik.

Richtig beschissene Erfahrungen gibt es ja selten zu lesen auf den Facebook-Profilen von DJs und Artists. Alfred Heinrichs und Bebetta haben ihren Unmut über geprellte Gagen und gewaltandrohende Security-Leute aber nicht verbergen wollen.„Lass uns Freunde sein“, hieß die Party, deren Line-up uns nicht so überzeugt hat, um sie in die Tipps reinzunehmen. Nichtsdestotrotz sickerten aus den Kommentaren unter den Postings der beiden einige ungute Details heraus, die sofort einen der mittlerweile typischen Shitstorms nach sich zogen.

Was ist passiert: Ein Worst Case-Klassiker für jeden DJ. DJs werden eingeladen, reisen an, werden aber nicht bezahlt und auf eigene Kosten in Hallenser Hotels einquartiert sowie zum Schluss auch noch von der Security bedrängt. Die Informationen waren jedoch nicht immer sehr eindeutig. Fremdveranstaltung und Eigenveranstaltung war eine der großen Fragen?

Michael Mahne, Betreiber der Alten Damenhandschuhfabrik betont auf unsere Anfrage hin, dass er „den Club am letzten Wochenende komplett an einen Fremdveranstalter vermietet und nichts mit der Party zu tun hat.“ Generell hätte er sich selbst aus dem Veranstaltergeschäft zurückgezogen und würde die Location nur noch vermieten. Der Vorwurf gegen den Laden an sich scheint sich hier also aufzulösen – auch wenn das Qualitätsmanagement bei der Auswahl der Fremdveranstalter auch verbesserungswürdig ist.

Und die Fremdveranstalterin? Sie ist untergetaucht, Kaffee trinken, reingehauen. Was bleibt: eine miese, wenn auch kurzweilige Beef Story aus dem Leipziger Nachtleben.

NACHTRAG 1: Und noch ein Interview mit Alfred Heinrichs.

NACHTRAG 2: Mittlerweile hat sich auch die Veranstalterin bei uns gemeldet und darum gebeten, ihre Sicht auf den Abend äußern zu können.

„Ich hatte niemals die Absicht irgendjemandem Schaden zuzufügen. Es lag auch nicht in meinem Interesse jemanden sein Geld nicht auszuzahlen. Was der Unwahrheit entspricht ist, dass niemand angeblich an dem Abend Geld bekommen hat. Es wurden DJs bezahlt. Ich habe mich auch nie mit irgendwelchem Geld aus dem Staub gemacht oder war Kaffee trinken, so wie dargestellt. Ich habe lediglich den Versuch unternommen noch irgendwo Geld aufzutreiben.

Zu erwähnen wäre auch das zwei Veranstaltungstechnikfirmen geschädigt wurden. Sie hatten mit der Veranstaltung nichts zutun und müssen jetzt darunter leiden. Ihnen wurden zwei Allen & Heath xone:2 entwendet. Gäste hatten zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit diese zu stehlen, da diese von der Größe her viel zu groß sind, um sie ungesehen vom Gelände zu tragen.

Ich möchte niemanden irgendwas unterstellen – an dem Abend hatten aber nur DJs die Möglichkeit diese zu entwenden. Auch möchte ich nicht das die Alte Damenhandschuhfabrik, insbesondere Michael Mahne, weiterhin mit als Beschuldigte dastehen. Zu dem Verhalten der Security, so wie dargestellt, kann ich nichts sagen, da ich zu keiner Zeit mitbekommen habe, dass sie irgendwem Gewalt angedroht haben.

Ich kann nur nochmals betonen, dass ich niemanden schaden wollte. Jeder soll für seine Arbeit belohnt werden und ich bemühe mich, dass jeder zu seinem Geld kommt. Ich habe lediglich versucht, etwas Abwechslung ins Leipziger Nachtleben zu bringen. An diesem Versuch bin ich gescheitert, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ich habe daraus gelernt und werde in Zukunft keinen neuen Versuch unternehmen.“

CommentComment

  • Mandy / 16. September 2015 / um 18:34
    Die dhf hat auf ihrer Facebook-Seite einjStatement dazu abgegeben.

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