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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Kassem Mosse „Chilazon“ (Honest Jon’s)

12. Juli 2016 / Kommentare (0)

Bald kommt ein neues Kassem Mosse-Album – veröffentlicht vom Londoner Traditionslabel Honest Jon’s. Eine Vorab-EP verkürzt das vorfreudige Warten.

Vor einem Monat gab Honest Jon’s seine kommenden Highlights bekannt. Neben Shackleton, Mark Ernestus und Theo Parrish wurde da auch Kassem Mosse erwähnt. Neues Album. Für Ende Juli ist es angekündigt, wobei auf Label-Anfrage von „The album isn’t coming out until later this year“ die Rede ist.

Wie auch immer. Good news. Und wieder ein Ritterschlag mehr. Wenn auch kein überraschender: Kassem Mosse war bereits im letzten Jahr mit seinen „Three Versions“ von drei Simone White-Songs auf Honest Jon’s zu hören. Und die Verbindungen nach Großbritannien waren von früh an sehr intensiv.

Die ersten Ausläufer des neuen Albums kommen als EP mit drei neuen Tracks – und da gibt es schon eine Überraschung: Denn so unbeschwert und federnd wie bei „Chilazon 1“ klang Kassem Mosse noch nie. Zumindest kann ich mich spontan nicht daran erinnern. Eine 12-minütige House-Loop-Miniatur mit super lässigen Hi-Hats und einem knapp verdichteten Synth-Mikrokosmos ist da entstanden. Alles so zusammengefädelt, dass nur minimale dramaturgische Wendungen ausreichen, um endlos dranzubleiben. 

„Chilazon 2“ ist das genaue Gegenstück dazu. Keine leichtfüßige Rastlosigkeit, dafür ein großes Verlangsamen und Dehnen der Zwischenräume. Und doch gewinnt das Stück in der Mitte an Dynamik und Spannung, die sich aber nie recht auflöst. Irgendwie klingt das hier alles klarer, fokussierter, weniger verrauscht.

Auch bei „Lanthanum“ fällt diese neue Klarheit auf. Es ist sehr viel reduzierter und nackter, auch wenn sich die Bassline und die scharfkantigen Synthesizer-Sounds dicht verknäueln. Aber auch hier: Große Loop-Kunst, großes Mäandern und Eintauchen in faszinierende surreale Welten.

„Chilazon 1“

„Chilazon 2“

„Lanthanum“

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