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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Matthias Tanzmann „Momentum“ (Moon Harbour Recordings)

10. Oktober 2016 / Kommentare (0)

Acht Jahre hat es gedauert – doch nun ist Matthias Tanzmanns zweites Album herausgekommen.

Vor einem Monat ging recht überraschend die erste Ankündigung raus, das der „Restless“-Nachfolger ansteht. Und es machte sich bei mir eine gewisse Vorfreude breit. Denn einerseits bringen die Artist-Alben auf Moon Harbour meist ein paar gute Verschnaufpausen von der EP-Funktionalität, andererseits ist es natürlich spannend zu hören, was Matthias Tanzmann nach so langer Zeit im Langformat zu sagen hat.

Konzeptionell nicht viel neues: Auch „Restless“ brachte einen Mix aus straighteren, deepen und dubbig-ruhigen Stücken mit sich. Ein Album für verschiedene DJ-Stimmungen, so beschrieb Matthias Tanzmann den Albumansatz 2008 und so tut er es auch 2016. Ästhetisch sind die zehn Tracks auf „Momentum“ aber durchaus auf einem weiteren Level. Da ist einerseits die Reduktion noch mehr verfeinert und abgerundet worden. Da sind aber auch ein paar mehr Tech House-Längen und ab und zu ein cleaner, plastischer Funk mit drin.

Aber die Hälfte des Albums gibt sich eine ordentliche Spur runtergefahrener, entspannter und weniger auf den Dancefloor fokussiert. „Tamarin“ und „Sfumato“ beispielsweise. Beide sind angenehm understatement und subtil minimalistisch. „Rybu“ gefällt durch seine süß melancholische, poetische Grundstimmung. Und mit „Fireworks On The Roof“ sowie „Uptown Vitamins“ besinnt sich Tanzmann auf den Deep House um 2000, super entschlackt, aber mit großer warmer Deepness versehen. Auch „Laika“ geht zu den Wurzeln, hier aber mehr zu den dubbigen House-Ausläufern.

Auch wenn meine Freude an „Momentum“ eher aus einer Nostalgie als einem innovativen Ansatz resultiert: Es bringt mir Matthias Tanzmann und Moon Harbour für einen Moment näher – und bestenfalls dauert es nicht wieder acht Jahre bis zum nächsten Album.

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