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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Arpen „s/t“ (Analogsoul)

11. Oktober 2016 / Kommentare (0)

Es ist soweit: Arpens selbstbetiteltes Debüt-Album ist endlich draußen. Und es ist sehr sehr groß.

Obwohl es so kurz ist. Nach acht Songs und 25 Minuten ist es schon wieder vorbei und hinterlässt eine enorme Sehnsucht nach mehr von diesen entrückten Pop-Elektronik-Hybriden, die Arpen hier erschaffen hat. Bisher war er meist in anderen Konstellationen zu erleben, bei Mud Muhaka und A Forest zum Beispiel. Oder mit einer erdigen Folk-EP.

Dass nun ein derart schlüssiges Verweben von Singer/Songwriter-Pop und den offenen Strukturen von elektronischer Musik herauskommt, war so nicht direkt zu erwarten. Auch wenn Arpen immer schon offen für die verschiedensten Genres war, wie er im Interview erzählt, das nächste Woche bei uns erscheint. Zusammen mit dem Berliner Studio-Duo Zodiaque und Niklas Kraft (Talski) hat Arpen auf diesem Album alles entzerrt und weitgehend von klassischen Pop-Schemen losgelöst.

Besonders ragen hier „For How Long, How Long“, „tmttb“ (mit Friederike Bernhardt) und „Fake“ heraus. Sie stehen prototypisch für das, was uns hoffentlich künftig noch konsequenter von Arpen aufgeführt wird. Nämlich ein faszinierender Spagat zwischen Eingängigkeit und Experimentierfreude, zwischen Emotionalität und Dissonanz, Repetivität und kompositorischer Dichte.

Mit „For All“ und „The Well“ gibt es aber auch noch die Übergangsformen, bei denen der Pop durchaus dominiert. Oder gar ganz klar in Richtung Hit schielt, wie „All The Things“. Sie fügen sie hier sehr gut ein, genauso wie zwei instrumentale Passagen. Jedem Song ist übrigens im Booklet eine Fotografie gewidmet. Sortieren muss sie jeder für sich. Auch hier: Offenheit, die Raum für eigene Interpretationen lässt. Was will man von einem Album mehr?

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