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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Kassem Mosse „Disclosure“ (Honest Jon’s)

22. Oktober 2016 / Kommentare (0)

Die EP „Chilazon“ hatte es im Sommer bereits angekündigt, nun ist es soweit: Das zweite Album von Kassem Mosse ist da.

Kassem Mosse hat sich ja über die letzten Jahre einen enorm originären Signature-Sound angeeignet, der trotz seiner assoziativen Elemente und trotz der vielen Releases nie an Faszination verloren hat. In diesem Jahr gibt es einige interessante Verschiebungen.

Schon „Chilazon 1“ überraschte durch seine unbeschwert loopige, fokussierte Leichtigkeit, während die anderen beiden Tracks durch eine neue Klarheit auffielen. „Disclosure“, das zweite Album geht nun noch einige Schritte weiter. Die Stücke lösen sich noch viel mehr von den bei Kassem Mosse eh schon sehr frei interpretierten House-, Techno- und Electronica-Konventionen. Und sie sind stärker von einem granularen Aufspalten einzelner prägnanter, abstrakter Sounds geprägt. An vielen Stellen fällt „Disclosure“ dadurch wesentlich experimenteller und forschender aus. Kristalliner und unterkühlter, nach mehr sonischen Leerstellen. Und zugleich eben – wie bei „Chilazon“ schon – klarer reduziert und verdichteter.

„Monomer“ und „Molecular Memories“ ragen da als geradlinige, super schnelle Ausnahmen heraus, quasi wie ein Link zum Debüt-Album, bei dem der Dancefloor-Bezug noch ausgeprägter war. Aber auch diese beiden Tracks pulsieren in einer anderen, kargeren Weise.

„Disclosure“ hebt den emanzipatorischen Charakter des Kassem Mosse-Sounds nochmals auf eine neue Ebene.

Weiter von allen Dancefloor-Diktaten entfernt als je zuvor und mit der Freiheit, die sich auf B-Seiten und Alben ergeben. Ich bleibe Fan-Boy.

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