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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Thomas Fröhlich & Swilen Oschatz „Stretchcat 01“ (Stretchcat)

05. Januar 2010 / Kommentare (0)

Seit dem letzten Herbst geistert der Name Stretchcat herum, wieder ein neues Label aus Leipzig. Eingebettet ist der Newcomer allerdings in einem durchaus bekannten und versierten Umfeld.

Ein Blick zu Discogs verrät schnell, wer hinter Stretchcat steckt: Matthias Kretzschmar, Daniel Stefanik und Thomas Fröhlich. Und noch etwas steht da: Statik Entertainment ist das „Parent Label“ hinter Stretchcat.

Matthias Kretzschmar erklärt wie es zu dem neuen Label kam: „Stretchcat ist ein Sublabel von Statik Entertainment. Bei der Gründung des Labels war das aber nicht unbedingt ein entscheidender Aspekt. Ich wollte mit Daniel und Thomas etwas in der housigeren Richtung machen – Statik als ‚Mutter-Label’ kam erst hinzu, als wir auf Vertriebssuche waren. Als Ergebnis wird jedoch jetzt auf Statik Entertainment eher der technoidere Stuff releast – Stretchcat fungiert als ‚House’-Basis. Aber wie gesagt – die Entwicklung war da eher zufällig.“

Vor der Nummer 1 gab es auch eine 00 von Daniel Stefanik, angeblich mit nur 20 Kopien. Insofern ist die Platte von Thomas Fröhlich und Swilen Oschatz das erste offizielle Stretchcat-Lebenszeichen. Fröhlich hat seinen House-Ritterschlag schon auf Kann Records erhalten. Dort hat er mit seinem Bruder als Brotherhood „Memorial Smith“ veröffentlicht. Ein fast schon zu dreist imitiertes Chicago-House-Brett, dessen roher Energie sich aber kaum entziehen war.

Stretchcat 01 kommt in zwei Versionen. Auf der A-Seite als klar geschnittener Floorkiller, auf der B-Seite als deeper Downbeat-House-Hybrid. Zwei Seiten wie Tag und Nacht, zusammengehalten von einem mehr oder weniger aufdringlichen Preacher-Vocal, das besonders der A-Seite eine enorme Dynamik verleiht. Andererseits reißt es den Track mit dieser Intensität und Prägnanz auch sehr an sich, lässt ihm kaum Luft. Das wird am Ende des Tracks deutlich, wenn die Vocals wegbleiben. Interessant an dieser Version ist aber, wie runtergekühlt dieser House-Classic-Appeal ist.

Die B-Seite ist perkussiver, gedrosselter und dichter im Rhythmus. Überhaupt ist alles gedrosselt, deep und angenehm elegisch. Der Prediger predigt runtergepitcht und drängt sich dadurch weniger auf. Insgesamt klingt diese Version eigenwilliger und damit auch irgendwie ehrlicher. Für den Label-Einstand aber ein viel versprechendes Statement.

Thomas Fröhlich Myspace
Stretchcat Myspace

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