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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Various Artists „VARY 01“ (Vary)

21. Dezember 2016 / Kommentare (0)

Bereits im frohfroh-Interview Anfang des Jahres wurde angedeutet, dass ein hauseigenes Label denkbar ist. Nun erscheint die erste EP auf Vinyl.

Nach dem Possblthings ist das Vary damit der zweite bestehende Plattenladen in Leipzig, der dieses Jahr sein Angebot um ein eigenes Release erweitert. Und wie bei den Kollegen in Connewitz spiegelt sich auch hier der Sound des Ladens in den Tracks wider. Nicht nur musikalisch, auch die Artists des ersten Samplers werden bestimmt mit der einen oder anderen Platte im Vary erhältlich sein.

Auch wenn es vielleicht beiden Labels Unrecht tut und Äpfel und Birnen besser gegessen statt verglichen werden sollten: Die beiden EPs – deren Veröffentlichungstermine auch nicht so weit auseinanderliegen – zeigen zwei auch in der Clublandschaft ziemlich gut ausgeprägte Richtungen: Einerseits der doch eher trockene Electro-Sound von Robyrt Hecht und Kollaborateuren, der sowohl funkige als auch düstere Wendungen nehmen kann, andererseits der meist sehr warme, entspannte Beatmaker-Sound, bei dem aufgrund der Samples viel Funk-, Soul- und Jazz-Geschichte mitschwingt.

Entsprechend entspannt und soulig steigt die EP mit „Best Wishes“ von Al Dobson Jr und „Brothers“ von Tito Wun auf der A-Seite ein. Hier ein Beat zum Kopfnicken, da schon fluffige House-Ansätze. Salomo erweitert das mit „Priut„ um die Jazz-Komponente. Dazu lässt sich prima Kaffee trinken, aber erst das leicht verrauscht-leiernde „Uncle“ von Repeat Pattern verleitet mich zum wiederholten Hinhören.

Die drei Tracks der B-Seite hinterlassen einen stärkeren Eindruck. Hubert Daviz packt einige Video-Game-Sounds in „Space Journey“ aus und mit „Zombies“ von Strange U gibt es dann spaßigen Gruselfilm-Rap auf die Ohren. Zum Schluss präsentiert uns die Vary-Crew mit „Yo!“ von Esgar eine unerwartet basslastige Rave-Hop-Nummer samt Alarm-Sirene, die am ehesten Dancefloor-Brodel-Qualitäten aufweist und eine Menge Spaß verspricht. Gleichzeitig ist das Stück das Finale einer Platte, deren Spannungskurve sich stetig erhöht.

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