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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Daniel Stefanik „Powers Of The Deep“ (Be Chosen)

07. April 2010 / Kommentare (0)

Daniel Stefanik goes Frankfurt. Auf dem dort ansässigen Label Be Chosen ist vor wenigen Wochen seine aktuelle EP veröffentlicht wurden. Und sie reiht sich ein in die nostalgische Leichtigkeit seiner letzten Tracks.

Es ist schon spannend zu sehen, wie sich Daniel Stefaniks Sound seit seinem Album „Reactivity“ im Herbst 2008 entwickelt hat. Erst die überraschend konsequente Auseinandersetzung mit Dub, die auch als Zäsur zu seinen vorherigen Platten auf Moon Harbour zu verstehen war. Quasi parallel dazu kam aber auch schon eine breit aufgestellte Platte auf Freude am Tanzen heraus, irgendwo zwischen verschroben-düsteren Minimal und House.

Dann das Debüt von Oh! Yeah!, zwei ungestüme Techno-Tracks. Mehr im roughen House landeten schließlich seine beiden EPs auf Kann Records und Bangbang!. Eine gerade Linie ist das nicht. Doch darum ging es Daniel Stefanik scheinbar auch noch nie. In den Zwischentönen klingt es seit 2008 insgesamt aber weitaus selbstbewusster und ausgefeilter. Und irgendwie scheint es gerade auch um einen Bogen zwischen den Wurzeln und der Gegenwart von House und Techno zu gehen.

Die beiden Tracks auf „Power Of The Deep“ tragen auch solch eine unausgesprochene Sympathie für reduzierte Arrangements, wie sie bei älteren Platten zu hören sind. Kein digitaler Ballast, stattdessen ein straighter Beat und einige wenige deepe bis verschrobene Elemente.

Was „Just One Moment“ und „Sidechain“ aber noch einmal besonders auszeichnet, ist ihre Unmittelbarkeit. Sie klingen wie das Ergebnis einer Live-Session, noch etwas rau und nicht passgenau auf Peaktime-Bedürfnisse ausgerichtet. Und doch wirken sie gerade in ihrer Direktheit sehr homogen.

„Sidechain“ ist mit seinem mäandernden Chord eher die deepe Variante von dieser Facette. „Just One Moment“ dagegen eher die lauthals los marschierende. Beide zusammen befinden sich aber genau richtig auf der gleichen EP.

Daniel Stefanik Website
Be Chosen Website
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