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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Rundumschlag Pt. 02

20. Mai 2010 / Kommentare (0)

Jaja, die Tage streichen ins Land, und wieder einmal ist einiges untergegangen, was in den letzten Wochen und Monaten aus den Leipziger Label- und Producer-Stuben kam. Hier der überfällige Überblick an House-Platten.

K-Boys „Untitled“ (Everything)

Super Oldschool und geheimnisvoll ist eine mit invertierten Urlaubsbildern bedruckte Platte. Wer genau hinschaut, wird auch die Leute darauf erkennen. Diese unbetitelte Platte aus dem März ist zugleich der Start für das neue Label Everything. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht? Tight geschnittene House-Tracks, wie aus einer anderen Ära leihen sich ihren unmissverständlichen Pop-Appeal auf der A-Seite von Florence And The Machine und Nancy Sinatra. „Bang Bang You Shoot Me Down“… Auf der B-Seite dann ein amtlicher Hit mit unwiderstehlichem Funk.

Jay-Eff-FrankmanJay Eff vs. Frankman „Love Thang“ (FM Musik)

Frankman und sein Label FM Musik kam im April auch zurück mit einer Digital-EP. „Love Thang“ ist ein schnörkelloser und glatter Downbeat-Track in Kooperation mit Jay Eff. Irgendwie berührt mich diese Form von Schönklang nicht mehr allzu sehr. Dass hier alles sitzt und gut ausbalanciert ist, lässt sich nicht bestreiten – die warmen Chords und Vibraphon-Spielereien. Aber da bleibt wenig hängen.

Frankmans „Deep Culture Mix“ macht die Deepness durch die Länge etwas schlüssiger, aber das erinnert mich einfach zu sehr an sein Debüt-Album. Und dass erschien 2002 als die Deep House-Freude schon langsam abebbte. Ron Deacons Remix scheint anfangs auch sehr klassisch, spielt in der Mitte dann aber mit dem Vocal und einigen Sounds. Das hat durchaus experimentelle Züge. Und es zeigt, wie Deep House heute klingen kann.

Workshop-10Various Artists „Workshop 10“ (Workshop)

Und es bleibt bei House. Und der Nummer 10 des Schmalkaldener Lieblingslabels Workshop, die Anfang Mai in die Läden kam. Neben Label-Held Lowtec in gewohnter Stärke und den unbekannten Schweiz Rec. ist auch der Leipziger Ron Deacon aus dem Staubsauger- und Polish Records-Umfeld dabei. Es ist sein Vinyl-Debüt unter diesem Namen, obwohl er wohl schon ein ganzes Archiv an guten Tracks aufgebaut haben soll. Sein unbetiteltes Stück kommt mit Disco-House-Beat und flirrender Sound-Fröhlichkeit. So als ein betrunkener Vogel mit heißerer und digitalisierter Stimme trällert. Sehr beschwingt und erdig. Und demnächst erscheint eine ganze EP auf Farside Records.

Mod.Civil Myspace
FM Musik Website
Workshop Website
Ron Deacon Myspace
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