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Antoinette Blume
Sekt oder Selters, Ambient oder Techno, Leipzig oder Berlin, lieber Lesen oder Schreiben - kein Entweder-oder, sondern alles, gleichzeitig und umgekehrt-nacheinander. Unter www.antoinetteblume.de erfahrt ihr an welchen Orten unsere Autorin liest, ausstellt oder was sie wo installiert.

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Read on demand: 45 Minutes of Techno

19. März 2019 / Kommentare (0)

Es gibt eine neue Rubrik bei uns: Read on demand. Hier stellen wir kurz und bündig Podcasts aus Leipzig vor. Den Anfang macht 45 Minutes of Techno.

Podcast:45 Minutes of Techno
Laufende Nummer:#178
Gibt es seit:03.11.2013
Musikalischer Fokus:Techno

 
NOTE NOTE –

Podcast? Podcast! = ein episodenhafter Audio- oder Videobeitrag, der über das Internet gehört werden kann. Podcast ist ein Kofferwort, welches sich aus den beiden Wörtern iPod, der offenbar maßgeblich am Erfolg der Podcastkultur beteiligt war, sowie cast, einer Abkürzung des Wortes Broadcast (Rundfunk) zusammensetzt.

(Quelle: Oxford English Dictionary)

Dass hinter dem Podcast namens 45 Minutes of Techno Georg Bigalke steckt, ist kein großes Geheimnis. Der Distillery-Resident hat uns ein paar Fragen zu seinem Podcast beantwortet – wie, wann und warum er den Podcast ins Leben gerufen hat, ob sich Künstler*innen bei ihm bewerben können und welches seine Top 3 aus über 5 Jahren und 178 Episoden sind, verrät er im Interview.

ff: Ein Podcast bei dir besteht aus…
Georg Bigalke: Eine Episode bei 45 MOT besteht immer aus einer musikalischen Kurzgeschichte (44:00 – 45:59 Minuten lang), einem 33 Sekunden langen Video als Teaser, um ein Gefühl zu vermitteln und einem der Episode entsprechenden Artwork, welches unabhängig vom jeweiligen Künstler auf den klanglichen Inhalt Bezug nimmt.

Musikalischer Fokus..?
Techno – Wobei man an dieser Stelle ganz klar sagen muss, dass Techno ein Kosmos ist und weitaus mehr als 4-to-the-floor. Techno stellt für mich schon immer eine Idee und ein Gefühl dar und keineswegs musikalische Scheuklappen oder Engstirnigkeit.

Was sind die Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben bei einem 45 MOT-Podcast?
Der Rahmen ist relativ weit und dennoch an ein-zwei Stellen begrenzt – Die Länge muss ganz klar zwischen 44:00 und 45:59 Minuten liegen. Alles darüber oder darunter wird normalerweise nicht gesendet… Die Künstler kommen aus aller Welt – ob Live-Künstler*in oder DJ ist egal, nur exklusiv für 45 MOT sollte es entstanden sein und idealerweise kein Schubladen-Mix/Recording. Natürlich gibt es auch immer mal eine Ausnahme, aber das ist dann momentgebunden und vom jeweiligen Fragezeichen abhängig.

Wieso hast du diese Podcast-Reihe ins Leben gerufen?
Das ergab sich aus einem Gefühl heraus – Wenn ich Podcasts oder Mixe fertigte, fiel mir am Ende immer wieder auf, dass 45 Minuten scheinbar meine ganz persönliche Lieblingslänge ist. So ergab sich eines Abends im Bett genau diese Idee, gemeinsam mit Jette. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten…

Wie werden die Künstler*innen ausgewählt? Kann man sich bewerben oder werden die DJs und Liveacts ‚handverlesen‘ von dir ausgesucht?
Ausschlaggebend für eine Episode ist die Inspiration und der Aha-Moment – Unabhängig von der Größe, dem Label, dem Standing oder anderen scheinbar relevanten Größen. Ich wähle 90% aller Künstler*innen selbst aus. Der Rest ergibt sich mal mehr, mal weniger aus Zusendungen oder auch sehr speziellen schönen Zufällen.

Letztlich wird es abgerundet durch meine eigenen Episoden, die auf Grund des von mir unerwünschten Name Droppings als Special Edition laufen:

Gibt es ein bestimmtes Konzept für die Auswahl?
Nein, gibt es nicht. Es muss für mich ganz persönlich einfach passen. Wichtig ist vor allem auch, dass die Künstler*innen bereit sind Mut zu zeigen und gerne aus dem Rahmen fallen dürfen – Think out of the box.

Was motiviert dich, die Podcastreihe zu befüttern, also regelmäßig Zeit und Arbeit zu investieren?

Diese Serie ist mein Inspirationsquell – Ich liebe es neue Musik zu entdecken und neue Künstler*innen kennenzulernen. ​

Welches sind die drei Podcasts, die dir aus 178 Episoden 45 MOT am besten gefallen und sehr besonders für dich waren – erzähl uns gerne auch warum…

1. 45 Minutes of Techno by Lakker

Release: 27 Dezember 2014
Diese Episode ist sowohl künstlerisch als auch für mich persönlich ein Meilenstein. Denn Eomac & Arad aka Lakker sind für mich große musikalische Vorbilder und ich hätte niemals gedacht, dass ich die beiden für 45 MOT gewinnen kann.

2. 45 Minutes of Techno by Anja Zaube

Release: 6 Oktober 2015
Während der ganzen Jahre das beeindruckendste und mitreißendste Intro – Ein Drittel der ganzen Episode hat Anja in das Intro investiert und das auf eine unglaublich künstlerische Art & Weise. Ein genialer Einstieg in eine doch so kurze Reise.

3. 45 Minutes of Techno by The Mover

Release: 21 März 2018 Marc hat es geschafft mich während unzähliger Autofahrten während des vergangenen Jahres mit diesem sehr melodischen, aber dennoch druckvollen Meisterwerks mitzunehmen – Mitzunehmen auf ein Reise des Landens! Und ganz ehrlich? Dass Marc Acardipane aka The Mover bei 45 MOT mitmischt, fühlte sich für mich schon sehr krass an, denn er ist für mich eine Säule der elektronischen Musikkultur.

Jede Episode zeigt auf eine ganz besondere Weise die Denke der jeweiligen Künstler*innen – Nahezu jede Folge schafft es im passenden Moment ein akustisches Zuhause zu werden!

Was du noch erwähnen möchtest:
If life is too small, your ego is too big.

Danke an Georg für den Einblick. Wir hören uns jetzt durch seine Top 3 und surfen noch ein wenig durch die Podcastlandschaft, bis wir hier einen weiteren Leipziger Podcast vorstellen.

PS: Am 21. März erscheint übrigens #179 von 45 Minutes of Techno.

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