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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Sieben Inch

07. September 2010 / Kommentare (0)

Die 7“ – was für ein schönes Format für kurze, schnittige Tracks, die schnell raus wollen. An diesem 1. September sind gleich drei neue 7“-EPs mit einem Leipzig-Stempel herausgekommen.

Die erste 7“ in diesem Trio der ungeraden Beats kommt von LXC. Dieses Mal bei dem Hamburger Label Sozialistischer Plattenbau, wo er schon im letzten Jahr auf einer 7“-Split zu hören war. Jetzt also eine eigene Platte mit zwei Tracks, deren Entstehung überraschend offen dokumentiert wird vom Label, wohl auch weil sie beide so eng mit einander verknüpft sind.

„Lyzerk“ entsprang einem Zusammenspiel von der Acidlab Bassline, Vermona DRM und Alpha Juno 2. „Lyzwerk“ wurde dann durch einen Wolf aus Roland 606 und SH-101 gejagt. Geiles Fachsimpeln, bei dem allein schon das Nachsprechen der Worte ein gutes Gefühl bringt. Beim bloßen Hören der Tracks denke ich hingegen an kleine, widerspenstige Acid-Monster, die sich langsam und holprig bewegen – vor einem hallig-sakralen Hintergrund.

„Lyzwerk“ klingt einerseits kompakter und von den Beats her mächtiger, zugleich durch die Delays aber auch zerfranster. Dagegen ist „Lyzerk“ richtig klar abgesteckt in seinen Sounds. Nach drei vier Minuten ist auf allen Seiten Schluss. Damit ist aber auch einfach mal alles gesagt.

Solo-Banton-Maffi-NoJahtari hat sich mit der Maffi-Serie über die letzten Jahre hinweg eine tolle Plattform für Pop-Hits aufgebaut. Jetzt gibt es eine Doppel-Nummer mit Solo Banton. „No“ hat neben tiefer Stimme und tiefem Bass einen Hauch Disco-Glitzer angelegt. Komischerweise schimmert der an manchen Stellen auch bei „Dancehall Nice Again“ hervor. Ist das alles ein Thema? Eine Session?

Auf jeden Fall ist Solo Banton hier nicht allein. Er wird von Trevor Irie am Mikrofon unterstützt – mit einem sehr smoothen Gesang im Refrain. Der bringt eine gewisse Trägheit in das Stück rein, das sonst ordentlich Dampf hat. Die Disrupt-Versionen der beiden Stücke gefallen mir dann beinahe noch besser. Gerade bei „No“ ist der Sound sehr kompakt und angenehm weich gezeichnet. Außerdem ist es alles weniger hektisch, weil der Gesang fehlt.

Jahtari Website
Sozialistischer Plattenbau Website
LXC Myspace
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