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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Abogar „1967 / People“ (Human)

19. Januar 2020 / Kommentare (0)

Neuigkeiten von Tinkah’s Label Human: „1967 / People“ von Abogar lädt zum Zuhören ein.

Bereits seit Oktober wartet das dritte Release auf Human darauf, von euch entdeckt zu werden. Diesmal gibt es fünf Stücke von Abogar, ein Projekt bestehend aus Arpen und Ana Bogner, zu hören. Diese fünf Stücke sind Teile der beiden Gesamtkompositionen „1967“ und „People“, die auf der 12″ jeweils eine Seite in Beschlag nehmen.

Klackernde Sounds, gefolgt von einem stehenden Ton: Gleich zu Beginn fordert „1967“ die Aufmerksamkeit der Zuhörer*innen ein und macht deutlich, dass hier keine Ambient-Tapete zu erwarten ist. Nein, Abogar verzichten auf vordergründige Melodien und Rhythmik und laden damit umso stärker dazu ein, auf die einzelnen Klänge zu achten. So gibt es in „1967 (Pt. 2)“ rückwärts gespielte Vocalfetzen, die daran erinnern, wie einfach es wäre, abstrakt klingende Geräusche mittels Gesang oder Sprache den Hörer*innen zu vermitteln – doch genau die Abkehr davon baut eine viel größere Spannung auf. Mit dem Gitarrenspiel in „1967 (Pt. 3)“ schleicht sich nach diesen ersten sperrigeren Minuten eine gewisse Leichtigkeit ein. Das ebenso vorkommende Schreibmaschinenklackern weist nicht nur ziemlich direkt auf die erzählerische Qualität der Klangcollagen hin, sondern – passend zum Titel „1967“ – ebenso auf die Vergangenheit.

Ein gesprochenes „I find no peace in functionality“ steht im Mittelpunkt des ersten Teils von „People“ – ein Schelm, wer genau bei diesem Stück auf den obligatorischen Techno-Remix wartet, mit dem so gern die Anknüpfung von abstrakterer Musik an das Dancefloor-fokussierte Publikum gesucht wird. Vielleicht ist der Satz aber auch der Grund für den vertrackten Beat „People (Pt.2//Pt.3)“, der immer wieder eine mögliche Eingängigkeit vermeidet. Vor allem in Kombination mit den schwebenden Orgel-Drone-Sounds im Hintergrund wird eine unheimliche Stimmung erzeugt, die durch durch die Erzählung von Ana Bogner am Ende des Stücks an Intensität zunimmt.

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