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Paula
Paula Charlotte Kittelmann ist M.Sc. Psychologin in Leipzig. Sie schreibt als Autorin und Redakteurin über intersektionalen Feminismus mit Fokus auf Körperakzeptanz, elektronische Musik und psychische Erkrankungen/mentale Gesundheit.

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Fotoporträt – supaKC

01. April 2020 / Kommentare (0)

Viel Technik auf engem Raum

Das kleine Studio-Setup, das supaKC sich in einem Raum in ihrer Wohnung aufgebaut hat, war fotografisch eine Herausforderung, viel Technik auf engem Raum, but we did it.

Und nicht nur das, der Besuch bei KC war etwas anders als die Bisherigen und das möchte ich nicht unerwähnt lassen. Während der Session hat sie teils live eingespielt, teils mit alten, bereits fertige Tracks experimentiert, sodass ich an ihrem kompletten Arbeitsprozess teilhaben durfte.

Das heißt auch: Ab und zu mal für die Theorie hinter dem Produzieren in ein Buch schauen, das heißt etwas über Gesangstechniken zu lernen (Alexander-Technik, look it up) und das heißt auch, über die gemeinsame Liebe für 80s alternative/wave und düstere Synthies zu sprechen. Zum Abschied bekam ich von KC ein Tape, zum Glück hat mein alter Walkman mehrere Umzüge überdauert, also gibt’s spontan noch eine kurze Review der neuen EP: supaKC x noisx answer – don‘t push the river. 

Review, Review

supaKCs neue EP läd erstmal mit cozy Synthie-Beats und super weichen Vocals zum Träumen ein. Sick of being sick schafft sich Platz mit kratzigen Beats und ist trotzdem dreamy, spacey, soft. Spätestens mit den ersten Synthieklängen von Tragic Moment und KCs sanfter Stimme breitet sich eine Klangfläche im Raum aus, ein bisschen melancholisch, ein bisschen bittersüß und spätestens jetzt ist die Realität ziemlich weit weg.

Man sollte sich aber nicht von ihrer Sanftheit täuschen lassen, mit ihrem Alias x noisy answer verspricht KC uns nicht zu viel: es wird dark, noisy und experimentell. shinto fordert unsere Aufmerksamkeit zurück aus dem Tagtraum, da haben wir düsteren Industrial, es wird wieder kratzig, flächig, die einzelnen Tracks verschwimmen.

…Silberstreif durch wabernden Experimental

Spätestens ab 14:25 gibt uns die EP den technoiden Einschlag, ohne uns jedoch das Gefühl zu nehmen, irgendwie im Raum zu schweben. Ein bisschen weicher Ambient, treibende Beats, melodisch und klar zieht die Melodica einen Silberstreif durch den wabernden Experimental.

Relativ abrupt verabschiedet sich KC x noisy answer von uns, nach einem absolut düsteren und hörenswerten Crescendo. Vielleicht landet man ein bisschen zu hart auf dem Boden der Realität.

Wermutstropfen: Für mich kanns gerne ein bisschen mehr dreamy Ambient zwischendurch sein, KCs Stimme hat viel zu geben und ist für mich mehr Vocals wert.

So oder so, definitely worth a stream!

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