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Amy
Hauptsache gute Laune - von Disco bis Tekno kommt für Amy aka ttyfal auf dem Dancefloor und USB Stick alles in Frage. Szene über Mainstream, Open Air über Club, Sekt über alles.

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Fresh stuff: R.A.N.D. Muzik, Warning und Echocentric Records

25. April 2020 / Kommentare (0)

Zweimal Electro, einmal House. Einmal Leipzig, zweimal außerhalb. Amy stellt drei bevorstehende Releases vor.

R.A.N.D. Muzik bleibt seinem beständigen, high-quality Output treu, die Crew rund um Warning nivelliert ein wenig ihre verloren gegangene Veranstaltung, und ein niederländischer Künstler erscheint auf einer finnischen Platte, die von Leipzig aus vertrieben wird. Wenn es um Deep House, Breakbeats oder Electro geht, spitze ich gerne meine Ohren.

RM12007 – RM12007 von Mother Of Pearls (Release 08.05.20)

Bangers on bangers on bangers on bangers. Wer immer noch nichts von R.A.N.D. Muzik gehört haben sollte, dürfte spätestens jetzt die Ohren gespitzt haben. 

Chef-Kurator DJ Carmel hat für die RM12007 mal wieder ein paar absolute Schätze ausgegraben und das Producer-Duo Mother Of Pearls (Tom Jarmey & Ed Hodge) aus Manchester in die R.A.N.D.-Family eingeweiht. Diesmal dreht sich die Platte musikalisch ein wenig mehr in Richtung Electro/Breakbeat als die letzten EPs und reiht sich mit vier über-frischen Tracks in die eindrucksvolle Label-Diskografie ein.

Zwar läuft der erste Track, From the Cavern, auf 150bpm ganz schön flott über die A-Seite, dabei bringt er jedoch eine richtige smoothness mit sich. Durch den Hintergrund schweben Enya-mäßige Vocals und sanfte Chords; freche Synthies und Breaks geben den Rhythmus vor. Eine mega funky Bassline treibt ebenfalls voran. Ein richtiger, ausproduzierter Traum, ob auf Originalgeschwindigkeit oder 16 Prozent nach unten gepitched gespielt. Fave!

A2. Liminate. Runter auf 130. Mystisch kommt der Track zu Beginn daher, mit einer dicken Sirene und verspielten Sounds. Und dann fängt er erst richtig an. Wie wunderbar komplex und spannend dieser Track ist, kann ich gar nicht versuchen in Worte zu fassen.

Dreams for Breakbeat-lovers. Instant buy.

Das Thema eines ~150bpm und eines ~130bpm Tracks wird auch auf der B-Seite fortgesetzt und auch das Sirenen-Sample der A2 wird auf beiden Titeln weiterverwendet. Die B1 ist hierbei eine eher straighte Electro-Nummer, während die B2 deutlich milder und melancholisch angehauchter ist. 

Insgesamt eine sehr sehr vielseitige, gewohnt hochwertige Platte. Fettes Ding.

WAR2001 – Various Artists von Reptant und Sansibar (Release 02.05.20)

Etwas flotter als gewohnt und mit einem klaren Fokus auf Electro geht es neben R.A.N.D. Muzik auch bei der neuen Warning-Platte zu, die zwar nicht ganz in unser „electronic music from leipzig“ Schema passt, jedoch garantiert nach der Krise ihren Platz auf den Dancefloors dieser Stadt finden wird.

Das innovative Berliner Projekt „Warning“ überzeugt von allen Seiten – freshe, auffällige Artworks, Bookings und Partys, nices Merch, killer Platten. Und nach der letzten 7″ mit Giraffi Dog auf der A-Seite und Your Planet Is Next auf der AA wird auf der WAR2001 nochmal dick nachgelegt. 

Reptant aka Lou Karsh aus Melbourne kümmert sich mit dem Track Lizard of Oz um die A-Seite. Längst kein unbekannter Name im Bereich Electro mehr, beweist der Producer einmal wieder sein Können für aktuelle, acid-infused Electro-Sounds. Das Ding ist clean und kantig und baut sich mit mega viel Energie auf; nicht zu lang, nicht zu kurz.

Made for the club.

Seinen typischen, charakteristischen Electro-Sound bringt auch Sansibar an den Start – auf der AA. Laid back und geheimnisvoll, mit einem namensgebenden, effektiven und prägnanten Sample („My Boom„). Head bouncer, booty shaker.

Die EP erscheint an demselben Datum, an dem die nächste Warning-Veranstaltung im ://about blank stattgefunden hätte: dem 02. Mai. Stellvertretend für die Fraktion Leipzig wäre T-Data als DJ angereist, auch Sansibar und Reptant wären als Liveacts zu Gast gewesen.

ECR005 – Beach Life EP von Böhm (Release 08.05.20)

Same game: zwar ist Echocentric Records ein finnisches Label und Böhm ein niederländischer Künstler, jedoch wurden die letzten zwei ECR-Platten (DJ Life und Armec, beide sehr empfehlenswert) auch schon über die Leipziger Vinyl-Distribution Shite Music vertrieben.

Die in Kürze erscheinende EP ist verspielt und facettenreich, jedoch irgendwie sehr simpel aufgebaut und die Titel folgen dem cheesy “Beach Life„ Muster: Cloud Control, Ocean View, Coastline Cruiser und Sunset Drive. Insgesamt geht das Ding in Richtung Chicago- und Italo-House, mit einer starken Vorliebe für Acid-Lines.

Mein Favorit ist for sure die B2. Dreamy und melodisch, energetisch und stark zugleich. Dancefloor-Knaller.

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