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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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FF001 – Release im Dezember

16. November 2020 / Kommentare (2)

Die erste eigene Platte also, wie soll man die als Blog vorstellen, der sonst andere Musik einschätzt und empfiehlt? Es ist auf jeden Fall ein spannender Perspektivenwechsel. Die kritische Einordnung der vier bzw. fünf Tracks von „FF001“ müssen wir aber dieses Mal anderen überlassen.
Aber ganz ohne Worte raushauen? Das geht auch nicht.

Hier also kurz und knapp unsere Gedanken, Ideen und Empfindungen dazu. Dieser Compilation ging ja ein Open Call Anfang des Jahres voraus. Das Feedback war darauf war immens. Über 30 Tracks wurden uns anvertraut – ja, auch das ist eine neue Erfahrung. Da sind Musiker*innen draußen, die viel Zeit in ihre Musik stecken und dann sagen: Dieses Stück würde ich gern bei diesem „Label“ veröffentlichen. Für uns ist das auch ein schöner Vertrauensvorschuss gewesen.

Bei der finalen Auswahl der Tracks war schnell klar, dass wir nicht einen bestimmten Sound abbilden wollen. Dafür ist die Berichterstattung auf frohfroh auch zu divers – und in gewisser Weise sollte das auch unsere erste Platte widerspiegeln. Insofern ist „FF001“ ein Statement, das die Vielfalt des „Sounds of Leipzig“ aufzeigt.

Was sie verbindet, sind zwei verschiedene Dynamiken, die den Sound der beiden Vinyl-Seiten prägt. 

A1 –  Tinkah

Tinkah läutet zusammen mit Amira Warning die EP ein. Ihr „Blindhearted“ ist einerseits herrlich laidback, andererseits wirken die Sounds und Vocals immer einen Hauch verdreht. Raus aus dem streng linearen Flow. Besonders das Intro braucht seine Zeit, danach geht die Sonne auf.

A2 – Sithara

Auch Sithara bewegt sich atmosphärisch in einem eigentlich entspannten Rahmen, in dem aber nicht alles rund läuft. Im vollkommen positiven Sinne ist das gemeint. Der simple Beat suggeriert im ersten Moment zwar eine Downbeat-Melange. Aber die Sounds und Samples glitchen dann doch immer wieder weg – und genau das hat uns einfach sehr geflasht.

B1 –  Lea Matika

Umgehauen hat uns auch Lea Matika. Ihr „Freedom“ ist ein düster-treibendes Wave-Manifest. Mal mit schreiendem, mal mit zuckrigem Gesang. Es bringt auch eine weirde Form von Pop mit auf die Platte, die in Leipzig übrigens gern öfter aus den Studios kommen könnte.

B2 –  ARVØ

Special ist auch ARVØ. Er verbindet Violine mit Techno. Sein „The Dance With The Fire“ ist das einzige durchweg geradlinige Stück auf der Vinyl-Version. Aber selbst das bringt eine ungewohnte Nuance hervor. Auch wenn die Violine fragil und trocken wirkt, sie behauptet sich sehr selbstbewusst gegen die Bassdrums und teils mächtigen Basslines.

Bonustrack: fragmentiert

Digital gibt es noch einen sehr zeitgenössischen Bonus: fragmentiert haut einen seiner schnurgeraden Techno-Tracks heraus. Super dunkel, sich langsam entfaltend und öffnend und mit experimentellen Sidekicks. „Those Times“ ist der direkte Link zu Leipzig in 2020. 


Ihr könnt unsere erste Vinyl ab jetzt bei Bandcamp vorbestellen. Voraussichtliches Release-Datum ist der 15. Dezember 2020.

Jetzt vorbestellen & frohfroh unterstützen

Vinyl + Digitalalbum + Bonustrack


Wir bedanken uns bei allen, die beim Open Call teilgenommen haben, bei unseren fünf Musiker*innen, bei Anna-Lena-Erb für das Artwork, LXC für das Mastering, Kim Camille für die Fotos der Musiker*innen und Randmuzik.

CommentComment

  • Jens „Flash“ Goerdten / 16. November 2020 / um 23:09
    Support wird gleich klotzenderweise rausgehauen. Respekt! Und Danke!
  • Booga / 16. November 2020 / um 10:33
    Ein Musikmagazin investiert in den Perspektivwechsel Labelarbeit. Absoluter Respekt, welcher Verlag leistet sich das schon? Bin gespannt, wie das euren Blick auf Leipzig und das Musikgeschäft schärft.

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