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Amy
"Zwischen Breaks und Party pur mit Schirmchen im Drink" - Amy Woyth alias ttyfal glüht für geile Partys, spannende Künstler*innen und gute Musik. Und schreibt auch gerne darüber.

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Leipzig bekommt eine*n Nachtbürgermeister*in

03. Februar 2021 / Kommentare (4)

Auch wir müssen diese Nachricht unterbekommen: Leipziger Clubs bekommen (endlich) eine Anlaufstelle im Rathaus.

Die Nachricht kam recht überraschend: die LVZ verkündete am 12. Januar nach einem Interview mit Oberbürgermeister Jung, dass Leipzig eine*n „Nachtbürgermeister*in“ bekommen wird. Diese Stelle soll Clubs, Livespielstätten, aber auch andere Institutionen und Beteiligte, die im Nachtleben involviert sind, offiziell vertreten. An der Konzeptionierung einer solchen Stelle arbeitet der LiveKommbinat Leipzig e.V. schon seit langer Zeit, die Übergabe des Konzeptes erfolgte im letzten Sommer an OBM Jung.

Das Institut fuer Zukunft schreibt aus diesem Grund: „Wir können uns nur bei den Kulturexpert*innen, allen voran Kordula Kunert, bedanken, für die unermüdliche Arbeit und den Beitrag, der damit für das Nachtleben in dieser Stadt geleistet wird. Wenn sich nun die zuständigen Vertreter*innen der Stadt auf die Expertise und Forderungen derjenigen verlassen, die das Konzept in einem langen wissens- und erfahrungsbasiertem Prozess erarbeitet haben, dann ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

Die Schwerpunkte, für die diese Stelle verantwortlich sein soll, beschreibt das LiveKommbinat wie folgt:

  • Bedarfsermittlung: Wo benötigt es Support?
  • Revitalisierung des Nachtlebens nach Corona durch strukturelle Stärkung der Nachtökonomie und -kultur
  • Interessenvertretung der Nachtkultur, sowie Aufklärungsarbeit und Lobbyarbeit
  • Vermittlung zwischen den städtischen Institutionen und den Akteur*innen der Nacht
  • Konfliktprävention und -intervention, z.B. Corner-Hotspots
  • Zusammenarbeit und Austausch mit Betreiber*innen von Nachtlokalitäten, Quartiersmanagements und Nachbarschaftsverbänden
  • Freiflächen-Konzepte für Open Air Veranstaltungen
  • Unterstützung für Awarenesskonzepten und Gesundheitsvorsorge und Koordinierung von Weiterbildungsangeboten diesbezüglich
  • Ausbau des nächtlichen ÖPNV und Fußwegsicherheit

Wer sich zu diesem Thema weiter belesen möchte: die LVZ hat eine Reihe von Texten, die sich mit der Stelle befassen, veröffentlicht – jedoch leider nur mit LVZ+ Zugang.

CommentComment

  • Botschaft der Nacht. Projekt Nachtbürgermeister*in - Leipzig Pop Fest / 29. Juni 2021 / um 23:26
    […] Mehr Informationen […]
  • Jogibär / 06. Februar 2021 / um 17:40
    Well, das Livekommbinat, aus diesem u.a. heraus diese Inititative kam, hat dazu auch ein statement geschrieben. Wie du selber schreibst, war das IFZ einer der einzisgten Clubs, nicht der Einzigste. Was euer Beitrag suggeriert, und das machen viele andere auch, dass das IFZ hier immer die federführende Kraft hinter allen progressiven Entwicklungen ist. Und das, ist zu simpel. Zumal das Livekommbinat dazu selbst ein kurzes statement verfasst hat.
    Ihr solltet tatsächlich mal überprüfen, wie unabhängig ihr seid oder ob es eure Arbeit nicht doch beeinflusst, dass der Großteil der MitarbeiterInnen doch aus nem sehr ähnlichen und homgogenen Umfeld kommen.
    Abgesehen davon das Kordu da viel investiert hat, war das eine Initiative von allen. Und wer das umformen möchte, der untergräbt unbewusst das Anliegen die Läden alle zusammenzuführen, da genau durch solche Artikel intern dann auch wieder gedanken aufkommen, die kontraproduktiv sind. Auch für Kordu.
  • Amy / 06. Februar 2021 / um 16:31
    Hallo Jogibär, der Beitrag des Institut fuer Zukunft wurde als Zitat ausgewählt, weil a) sie sich als einer der einzigen Clubs in Leipzig öffentlich zu dieser Nachricht geäußert haben und b) Kordula Kunert in diesem Beitrag namentlich erwähnt wird. Sie war eine, wenn nicht DIE treibende Kraft hinter dieser Stelle. Das muss erwähnt werden. Danke für deinen Kommentar.
  • Jogibär / 06. Februar 2021 / um 11:40
    In diesem Artikel wird mal wieder wunderbar sichtbar wie man sich gegenseitg supportet und das Bild nach aussen hin beeinflusst, wenn man sich kennt. Wozu hier dieses Statement das IFZ abdrucken, wenn im Livekommbinat sehr viel mehr Clubs und Livemusikspielstätten verwurzelt sind. Und warum dazu einzelene Personen herausheben. Das stärkt nach aussen hin das Bild, das nur eine Institution kulturpolitisch akitv ist. Wobei es das Livekommbinat und vieles andere nie gegegeb hätte ohne die Initiatvie andere. Just sayin. Aber was ihr hier (unbewusst macht), ist sozusagen Lobbyarbeit in eine Richtung. Indem ihr unterteilt in gutes und wneiger gutes Handeln. Denkt mal drüber nach.

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