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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Outart „Sun Splash“ (Moon Harbour Recordings)

12. Januar 2011 / Kommentare (4)

Mitten im Winter besinnt sich Moon Harbour auf den Sommer – den des letzten Jahres. Und eigentlich könnte hier eine neue Release-Serie entstehen, die ausgewählte Hits einer Saison aus dem Off ins offizielle Rampenlicht hievt.

Mit Arado & Marco Faraones „Strange Neighbours“ hatte Moon Harbour vor wenigen Wochen schon einen der verborgenen DJ-Hits ein zuhause gegeben. Und mit „Sun Splash“ von dem italienischen Duo Outart tun sie das noch einmal. Fabio Lo Monaco und Andre Sirica hatten zuvor eine EP auf IANUS – als digitaler Bonus-Track zur Vinyl-EP kam „Sun Splash“ heraus. Und genau der entpuppte sich als Hit im DC10-Wirbel. Moon Harbour haben den Track nun für Vinyl lizensiert und zusammen mit zwei bzw. drei weiteren Tracks auf einer eigenen EP veröffentlicht.

Erstaunlicherweise ist „Sun Splash“ der Track, der mich am wenigsten berührt. Schon der Start ist irritierend: Von der ersten Sekunde an bläst einem ein kompletter Beat-Loop entgegen. Dafür nimmt sich der Track später unheimlich viel Zeit um sich zu entfalten. Filigrane Percussions stoßen hinzu, kurze Vocal-Samples und schließlich ein froh gesinnter Bläsersatz, der unweigerlich an den Marek Hemmanns „Gemini“ erinnert.

Die B-Seite steckt dann aber voller Überraschungen. Denn Outart scheinen eigentlich zurückhaltender zu klingen als es „Sun Splash“ vermuten lässt. „Steinburg“ und „Carrot“ sind nämlich Tracks, die genau jene Eleganz und melancholische Leichtigkeit rüberbringen, die House im Kern auch ausmacht. Ruhig und schlank, unaufgeregt und deep – und doch nicht ohne Drive.

„Steinburg“ kann da sogar noch etwas mehr überzeugen, weil „Carrot“ einen Tick ins Esoterische entgleitet. Als digitaler Bonus gehört auch „En Vedi“ zu dieser EP – ein Track, der noch einmal alles heraus holt, was an Deepness möglich ist. Leicht dubbig und dezent aus dem Hintergrund nach vorn schiebend. Sehr toll.

Outart Myspace
Moon Harbour Website
Mehr zu Moon Harbour bei frohfroh

CommentComment

  • add.ition / 13. Januar 2011 / um 15:44
    auch wenn stefanik und kaden die platte spielen, bleibt es die platte und somit völlig bedeutungslos, langweilig und einem hype aufgesetzt...allein die platte nach nem sommer rauszubringen wo sie schon mal als mp3-release im umlauf war, zeugt doch von der rein kommerziellen absicht moon harbours...nichts gegen geld verdienen mit musik, aber mit pauken und trompeten das geldsäckl schwingen finde ich gelinde gesagt schwach...sollten vll. ma wieder n bisschen was eigenes auf die beine stellen die lieben herrn quaas und tanzmann, aber business as usual geht eben besser aufs konto...
    ach ja und zum tool, alles gut und schön, nur stechen bei den letztes releases mehr so genannte "tools" hervor als wirkliche bomben...sorry moon harbour, aber ihr seid endgültig seelenlose ibiza-belanglosigkeit
  • ichbinimmerdagegen / 13. Januar 2011 / um 09:29
    komisch, wenn mathias kaden & daniel stefanik die platte spielen ist es wieder cool?! ich finde die platte nun auch nicht weltbewegend, aber wenn sie passend eingesetzt wird, dann ist das schon ein dickes tool. nicht mehr, aber auch nicht weniger!
  • add.ition / 13. Januar 2011 / um 09:24
    *word
  • db / 12. Januar 2011 / um 15:56
    herrje... sun splash ist so richtig dummer ibiza techhouse
    und der rest... naja... auch schon 1000x gehört

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