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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Freund, DJ, Täter

04. Dezember 2021 / Kommentare (0)

Vor exakt neun Monaten erschien unsere große „Täter an den Decks“-Reihe, die sich mit sexualisierter Gewalt durch Leipziger DJs beschäftigt. Gestern ging eine Website online, die einen weiteren Fall an die Öffentlichkeit bringt.

Triggerwarnung: Dieser Artikel verweist auf eine Story und Website, die sich mit non-consensual porn in der Leipziger Clubszene auseinandersetzt.

„Not Your F***ing Porn!“ – hinter diesem wütenden Ausruf steckt eine Website von mehr als 50 Frauen, die vor rund einem Jahr feststellen mussten, das unzählige private, teilweise intime Bilder von ihnen auf einer bekannten Porno-Website hochgeladen wurden. Mit non-consensual porn gibt es auch einen eigenen Begriff für dieses Phänomen, das aber scheinbar bei der Leipziger Polizei und den Justizbehörden noch Neuland ist.

Denn die Website zeigt nicht nur auf erschreckende Weise auf, wie ein in der Leipziger Drum & Bass-Szene bestens vernetzter DJ und Veranstalter über einen langen Zeitraum illegal Bilder von Ex-Freundinnen, Kolleginnen und Bekannten mit misogynen und respektlosen Kommentaren veröffentlicht. Sie macht auch deutlich, wie schwer es ist, sich als betroffene Person bei der Polizei und Justiz Gehör zu verschaffen und ernst genommen zu werden.

Darauf möchte die Initiative aufmerksam machen. Zugleich liefert sie ausführliche Hintergrund-Informationen und Links zu Institutionen, die bei digitaler Gewalt helfen – darunter HateAid, Weißer Ring e. V. und Hassmelden.

Dieser Fall beweist einmal mehr: Sexuelle Gewalt gegen FLINTA* Personen – egal in welcher Form – bleibt ein strukturelles Problem.

Nicht irgendwo im Fernen, sondern auch in unserer lokalen und regionalen Club-Bubble.

Grafik: Not Your F***ing Porn!

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