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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Various Artists „Warehouse Vol. 1“ (Cargo Edition)

22. Februar 2011 / Kommentare (1)

Nach Moon Harbour im letzten Jahr feiert 2011 nun auch der kleine Label-Bruder Geburtstag – 5 Jahre Cargo Edition. Und der Anlass ist zugleich der Startschuss für eine neue Compilation-Reihe.

Ursprünglich war Cargo Edition ja die Spielwiese für Daniel Stefanik. Für experimentellere, schrägere und weniger funktionale Club-Tracks. Das hat sich nach Stefaniks Weggang von Moon Harbour schnell geändert. „Cargo Edition stehe für die deeperen Houseproduktionen aus dem Moon Harbour/Cargo Edition-Künstlerstamm“, heißt es heute offiziell von Label-Seite.

Allerdings hat sich der kleine Bruder mit Michael Melchner, Ekkohaus, Markus Schatz, Sven Tasnadi & Juno6 und Vera einen ganz eigenen Künstlerstamm aufgebaut, der quasi keine Überschneidungen mit Moon Harbour aufweist. Ehrlich gesagt, haben sich bis auf die Vera- und Sven Tasnadi/Juno6-EPs die anderen kaum in die Erinnerung eingebrannt. Da ist ein ebenso cleaner Sound entstanden wie bei Moon Harbour – mit relativ wenigen Überraschungen.

Mit der „Warehouse Vol. 1“-EP startet nun eine Compilation-Reihe mit Tracks von Producern, die bislang nicht bei Cargo vertreten waren – wahrscheinlich bleibt es jeweils auch nur bei diesem einen Mal. Für eine Compilation-Reihe völlig plausibel, gerade wenn es um das Aufspüren von einmaligen Perlen geht.

Leider bleiben die auf „Warehouse Vol. 1“ weitgehend aus. Schnittiger, zeitgemäßer House mit sirenenhaften Bläser-Samples gibt es mit Steven Cock aus Dresden und Minimono aus Italien. Ralph Sliwinskis „Minomess“ würde auch auf einer Moon Harbour-Platte passen.

Eine Überraschung gibt es aber doch: Mass Prod & Marco D’Aquino. „No Hummer Music“, der Track der beiden Italiener ist tatsächlich keine Musik für Hummer fahrende Breitbeiner. Das ist ein amtlich stolpernder, fast schon unverschämt simpler House-Track – angeraut und mit einer gewissen Reibung, die den anderen drei Tracks der Compilation fehlt. Keine deepen Chords, nur kurz aufzwinkernde Vocal-Samples und ein Break ohne spektakuläres Aufschäumen aller Tonspuren.

Acht Minuten lang wird hier auf einem Beat geritten, der einfach sitzt – mehr braucht der Track nicht. Was für ein Lichtblick – auch für Cargo Edition.

Cargo Edition Website
Mehr zu Cargo Edition bei frohfroh

CommentComment

  • Dinner / 23. Februar 2011 / um 13:06
    Wahre Worte ... schade um Cargo Edition!

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