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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Studio Studio – Juno6

20. Juni 2011 / Kommentare (1)

Montag ist bekanntlich Schontag. Daher gibt es heute in erster Linie etwas anzusehen – und zwar den dritten Teil unserer Musikzimmer-Serie. Dieses Mal geht es in das Studio von Stefan Schultz alias Juno6.

Gemütlich sieht es aus. Und ordentlich vor dem Jammer der Nachbarn abgeschirmt. Zwei Aufnahmen aus der Session von vor wenigen Wochen haben wir ausgewählt. Stefan selbst erzählt in eigenen Worten etwas zu seinem Studio.

Fotografiert hat wieder der Leipziger Fotograf Christian Hüller. Zum Vergrößern der Bilder einfach darauf klicken, es öffnet sich dann eine Light-Box.

„Das ganze ist eine bunte Mischung aus analoger und digitaler Technik, angefangen aus den Siebzigern bis 2011. Dazu ein paar Flöten, Trommeln, Didgeridoos und zwischendrin eine Katze.

Lieblingsgeräte gibt es nicht, ich habe alle sehr lieb. Mal beschäftigt man sich mit dem einen Instrument mehr, mal mit dem anderen und wenn das dann langweilig wird patche ich die Dinger in beliebiger Reihenfolge zusammen oder hintereinander.

Wichtig sind mir bei der ganzen Sache immer nur mein bequemer Sessel und ein Becher Kaffee sowie das Spielen, bzw. der spielerische Umgang mit der Technik. Das ganze läuft dann meist in Sessions ab, welche ich recorde und direkt weiterverwende bzw. werden die in der Library abgelegt und für andere Projekte genutzt. Selten setze ich mich hin und baue mir genau diesen einen Sound, den ich gerade im Kopf habe. Ich mache das eher so impulsiv und nach Laune.

Vieles sammelt sich einfach nur mit der Zeit an. Hier mal was bei eBay gekauft noch bevor der Vintage-Hype losging und solche Geräte wie der Juno-6 zum Beispiel nur das gekostet haben was sie auch wirklich wert sind, dort mal was vom Kumpel geliehen und vergessen zurückzugeben. Oder man bekommt auch etwas geschenkt, etwa wenn die Eltern mit einer Djembé aus dem Urlaub zurückkommen – das passiert aber eher selten.

 

Lustige Geschichten gibt’s da leider auch nicht zu erzählen, schließlich wird hier ja ‚gearbeitet“, und dass macht bekanntlich keinen Spaß.
Jetzt wo es wieder wärmer wird, bleibt das Fenster geöffnet. So bekommt man aus dem Hinterhof nochmal ein ganz anderes Feeling. Experimente mit dem Hof gab es da auch.

Dabei wurden die Boxen aus dem Zimmer in Richtung Hofmitte ausgerichtet, um dann einen Sinus-Sweep zu machen, also ein Sinuston von ganz unten im Bass bis ganz hoch in die Höhen. Das ganze habe ich dann vom Balkon aus mit einem Mikrofon aufgenommen. Später habe ich am Rechner den Sinuston aus der Aufnahme rausgerechnet und dann hatte ich den eigenen Hof als Hall-Peset für diverse Reverb-Plug-ins.

Studio Studio #3 – Musikzimmer von Juno6 mit Katze (Foto: Christian Hüller)So einen Hof kann man aber auch direkt als ‚Klangerzeuger’ nutzen. Wenn z.B. der Hausmeister Rasen mäht oder im Nachbarhaus der Presslufthammer nervt. Besonders schön ist es, wenn die Leute im Hof zur eigenen Musik mitklatschen oder summen, was sich super verwenden lässt – wenn es das Material hergibt. So einen Hof kann ich jeden nur empfehlen.

 

Zu den Geräten an sich will ich jetzt nicht unbedingt was erzählen, weil jeder da seine Vorlieben bezüglich des Sounds und der Arbeitsweise hat und man eigentlich zu jedem aufgezählten Instrument ein Sound-Beispiel oder eine Bedienungsanleitung mitgeben müsste damit man sich wirklich ein Bild machen kann. Außerdem: macht der das gern so, der andere wieder ganz anders.“

Weitere Studio Studio-Berichte bei frohfroh
Mehr zu Juno6 bei frohfroh

CommentComment

  • affe / 20. Juni 2011 / um 17:21
    Lustige Geschichten gibt’s da leider auch nicht zu erzählen, schließlich wird hier ja ‚gearbeitet“, und dass macht bekanntlich keinen Spaß.

    LOOL

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