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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Ron Ron

12. September 2011 / Kommentare (1)

Wie geballt das manchmal läuft mit den Veröffentlichungen. Vor einem Jahr kam die letzte Ron Deacon-EP heraus. Jetzt ist er gleich auf zwei neuen Platten dabei. Eigenwillig wie immer.

Bei Ron Deacon hört man immer wieder heraus, dass hier jemand schon seit Jahren an House-Tracks arbeitet. Nicht, dass sie routiniert klingen würden. In den Sounds und Arrangements steckt einfach eine subtile Tiefe, die Preset-Tracks nicht bieten können. Nach Handarbeit, Producer-Ethos und Erfahrung klingen die Stücke.

Innerhalb der letzten Woche sind nun zwei neue Veröffentlichungen von Ron Deacon heraus gekommen, die diese Beobachtung einmal mehr bestätigen. Bei Aim Records, dem Berliner Label von Tristen, jammt sich Deacon über elf Minuten hinweg durch verschiedene Klangräume. Zusammengehalten wird die Reise von einem sonor strahlenden Ton, der „The Rhythm“ seine leicht bedrohliche, aber doch auch in sich ruhende und driftende Grundstimmung verleiht.

Solche Tracks sind zum Hören, zum Entdecken und sicherlich auch zum stummen Mit-sich-tanzen – es sind schlicht Kleinode, die mehr wollen, als nur zu funktionieren. „The Rhythm“ ist Teil der groß aufgezogenen Aim-Compilation „Sun Avenue“ – in einer Reihe mit Oskar Offermann, Oliver Deutschmann und Christopher Rau.

Ron-Deacon-The-Kat-Phil-3Bei Phil Records, einem jungen Label aus Rotterdam, platziert Ron Deacon seine dritte eigene Artist-EP mit insgesamt vier Tracks. Auch The Kat ist als Sängerin bei zwei Stücken wieder dabei. Allerdings weniger anschmiegsam als auf der „Secret Garden“-EP. In „Love Your“ und „Electronic Music“ hält sie sich eher im Hintergrund – zumindest scheinbar.

Denn die Vocals bei „Electronic Music“ haben es durchaus in sich. „There are too many guys, that think they’re making good music“, spricht sie etwa an einer Stelle zu dem leicht stolprigen Beat und den deep schwebenden Chords. Überhaupt ist auch diese EP ein weiterer Schritt hin zur Langsamkeit.

„Don’t Drive Again“ schleicht beharrlich und verschlungen voran. Mit einem halligen Klavier und wohligem Rauschen. „Tribute To Oxygene“ setzt an den Detroit-Futurismus an, mit angeteaster Space Disco-Leichtigkeit. Dieses Stück könnte ebenso vor 30 Jahren entstanden sein, so verspielt und experimentierfreudig wie die Synthies klingen. Nur ist es durch die tightere Bassdrum in der Gegenwart verwurzelt.

Eigensinn, das kommt mir bei Ron Deacon immer wieder in den Sinn. Und es ist eine wunderbare Tugend.

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  • arlo / 16. September 2011 / um 16:27
    guter typ!! höre ihn gerne!

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