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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Rundumschlag

11. Januar 2012 / Kommentare (1)

Es gibt einige neue Leipziger Beiträge auf verschiedenen Platten – da lohnt mal wieder ein kleiner Rundumschlag. Ohne auf allumfassend sein zu wollen.

Im Dezember schon brachte Pokerflat Recordings eine weitere Compilation heraus, die sich auf historische Pfade der elektronischen Musik begibt. Hin zum Acid House mit seiner roughen Synthie-Schnoddrigkeit. Neben Motorcitysoul, Steve Bug oder Kink gehen auch Juno6 und Sven Tasnadi auf Zeitreise. Einmal im Duo, einmal Tasnadi allein.

„Generation A“ – das Gemeinschaftswerk – rattert ordentlich los, trocken in den Bassdrums, fanfarenhaft in den Synthie-Filter-Schleifen. Sven Tasnadis „Follow The Roots“ geht sogar noch etwas straighter heran. Und düsterer. Spannend an der gesamten Compilation ist zu hören, wie limitiert ein Genre doch eigentlich ist, wenn es so markant von einem Element dominiert wird.

Aber rüber nach Bayreuth. Von dort kommen nun auch liebevoll gepresste Platten. Lofile Records heißt das Label, das mit der „Brothers & Sisters“-EP startet. Wowmom heißt das Projekt dahinter, das den gleichnamigen Track veröffentlicht. Ein House-Stück, das auch gern Pop sein möchte. Präsente Vocals, luftige Leichtigkeit, ein dezentes Driften.

Mod.Civil nehmen viel davon einfach raus bei ihrem Remix. Sie schieben eine tiefe Bassline hinein und betonen den ausschweifenden Detroit-Chord stärker. Besser besser. Auch Boytalk gehen weg von dem etwas zu clean geratenen Original. Obwohl die Pop-Elemente durchaus in den Horizont der beiden passen. Doch sie konzentrieren sich auf die große Funk-Ansage. Die ist auch super leicht und luftig, aber ganz anders, schlitzohriger.

Von Boytalk gibt es auch noch einen ganz neuen Track. Auf Freund der Familie teilen sie sich eine EP mit den Analogsoul-Nachbarn Klinke Auf Cinch. „Bestrafungstanz“ heißt der Track von Boytalk. Das Tolle an den Tracks der beiden ist wirklich diese unverstellte Feier-Attitüde. Hier sind die lässigen Beats, die leicht glitzernden Disco- und Funk-Harmonien, dort der schwitzige Dancefloor. Fertig. Umso harscher haut einen der Titel ins Gesicht. Filburt remixt das Stück und slimmt es zu einem forschen House-Track mit unmissverständlichem Drive. Super übrigens auch „Nieselregen“ von Klinke Auf Cinch – das volle Band-Sound-Programm für den ruhigen Dancefloor.

Und zum Schluss noch ein Good Guy Mikesh & Filburt-Stück auf der „Llewellyn Ap Gruffydd EP“ des britischen Labels Crow Castle Cuts. „Place Of Love“ greift den zuckrigen Disco-Appeal der beiden einmal mehr auf. Mit lockeren Piano-Anschlägen und großem Pathos. Gerade das Pathos erreicht hier eine neue Qualität. Hin zu feudalem Überschwang und tief eingehüllter Melancholie. Und dass wirklich dick aufzutragen. Schon groß. Hier gibt es auch ein Video zu dem Stück.

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CommentComment

  • audite / 12. Januar 2012 / um 14:54
    und wintermute brachte am 23.12. eine ep bei katakis records raus:
    http://katakis-recordings.com/releases/out-of-scale-ep/

    incl. free download:
    http://soundcloud.com/wintermutednb/wintermute-clouds-vip-feat-1

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