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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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15. Februar 2012 / Kommentare (4)

Freude am Tanzen hat ihn schon, einige andere Labels sicherlich auch – ihren eigenen Digital-Ableger. Nun zieht Moon Harbour nach und launcht Moon Harbour Digital. Dan Drastic erklärt die Hintergründe.

Vielleicht ist es müßig, dieses Vinyl-Digital-Ding immer wieder raus zu holen. Aber sich ganz kann man sich ihm nicht entziehen, dafür ist die Transformation einfach zu spannend. Und so stellt auch der Digital-Ableger von Moon Harbour eine weitere Wegmarke dieser Phase dar, an deren Ende das Vinyl noch stärker als jetzt zum Liebhaberobjekt avancieren dürfte. Wir wollten mehr wissen zu Moon Harbour Digital und fragten Dan Drastic.

Hat der Digital-Markt in den letzten Monaten noch einmal rasant an Fahrt gewonnen, oder was hat euch davon überzeugt einen reinen Digital-Ableger von Moon Harbour zu starten?

„Der Digitalmarkt wird in der Tat immer wichtiger. Wir bieten ja schon seit einiger Zeit unsere Releases zum gleichen Zeitpunkt auf Vinyl und digital an. Die Entscheidung einen reinen Digitalableger zu starten, stand schon länger im Raum.

Und es geht dabei auch darum, die Release-Dichte etwas zu erhöhen, da die Vinylherstellung alles in allem doch recht lange dauert und man mit einem Digitallabel etwas flexibler und schneller releasen kann. Die Digital-Releases werden qualitativ gleichberechtigt zu Moon Harbour behandelt, es wird definitiv kein ‚B-Waren Label‘ werden.“

Soll es musikalisch eine Differenzierung zwischen Moon Harbour und MHD geben?

„Die ersten drei Releases, die in den nächsten Monaten rauskommen werden, haben schon den typischen Moon Harbour-Sound. Die erste EP von Arado & Marco Faraone konzentriert sich mehr auf die toolige Seite unseres Sounds.

Ähnlich wie auch das zweite Release von ONNO aus Amsterdam. Die dritte Veröffentlichung kommt von den Australiern Nil By Mouth und wird auch recht deepe Stücke beinhalten. So richtig festgelegt ist da noch nichts.“

Bei Freude am Tanzen ist das Digital-Sublabel die Newcomer-Plattform – ist das für euch auch so denkbar?

„Im Moment haben wir drei Digital-Veröffentlichungen von Arado, Marco Faraone, ONNO und Nil By Mouth in Arbeit. Im Grunde sind das alles schon gestandene Produzenten und keine Newcomer mehr. Der Plan ist aber schon, auf dem Digital-Label zudem mehr Tracks von Newcomern zu veröffentlichen. Auch Tracks von Künstlern, die nicht zum festen Stamm von Moon Harbour gehören.“

++++

Arado & Marco Faraone landeten im Herbst 2010 bereits bei Moon Harbour auf Vinyl. Damals gab ich die voreilige Prognose ab, von dem deutsch-italienischen Duo wahrscheinlich nichts weiter auf Moon Harbour zu hören – zu sehr klang das A-Seiten-Stück „Strange Neighbours“ nach schnell nach gepresstem Sommerhit. Okay, Fehlanzeige.

Arado & Marco Faraone starten Moon Harbour Digital mit vier Tracks. Tatsächlich sehr toolig – so wie es Dan Drastic oben ankündigt. Aber irgendwie haben sie auf der „Goodfellas EP“ doch mehr Biss als 2010 – vielleicht liegt es daran, dass sie beide einzeln mit je zwei Tracks auftreten und nicht als Duo. Die höchst präsente Art, wie bei allen Stücken mit den Vocals umgegangen wird oder die ungewohnt schroffe Straightness bei „New Life“. Hier gewinnt der Moon Harbour-Sound überraschend an Kanten, ohne seine eigentliche Erdung aufzugeben. Wow.

Moon Harbour Recordings Website
Mehr zu Moon Harbour bei frohfroh

CommentComment

  • an_rene / 21. Februar 2012 / um 14:49
    was ist denn daran bitte hochwertig?! wenn du den sound an sich meinst, dann kann man zum einen ableton und co. danken, die wirklich gute presets für die jeweiligen plugins zur verfügung stellen und zum anderen den samplelibrary herstellern, die einfach mal von professionellen musikern produziert werden. wenn du die qualität in der musik meinst, dann sucht man da leider wirklich sehr vergebens. also mit kreativität hat das ganz, ganz wenig zu tun. tut mir leid.
  • hmmm...naja 2 / 21. Februar 2012 / um 14:16
    die sind leider immer toolig...aber ich erwarte bei MHR eh keine Highlights mehr, die Zeiten sind vorbei...hohwertig hin oder her...langweilig is Programm...schlicht und ergreifend
  • rene / 20. Februar 2012 / um 14:46
    die tracks sind halt sehr toolig...da muss man nicht unbedingt viele highlights erwarten. es is immer wieder krass wie negativ moon harbour in der stadt wahrgenommen wird, obwohl die qulität der tracks sehr hoch ist!
  • hmmm...naja / 15. Februar 2012 / um 15:05
    moon harbour is und bleibt leider echt *gähn* langweilig....finde die tracks mal wieder an belanglosigkeit kaum zu übertreffen...eins kann man ihnen aber wenigstens nicht nachsagen: das fehlen von beharrlichkeit - denn die is mit dem toolig-nervigen-ibiza-rummel-sound auf jeden fall bei fast jeder Veröffentlichung zu erkennen...schön das leipzig mehr zu bieten hat

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