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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Wooden Peak „Lumen“ (Analogsoul)

28. Februar 2012 / Kommentare (0)

Peaktime im Februar – aus Holz geschnitzt. Aber auch für Analogsoul gibt es einen neuen Peak: denn mit „Lumen“ von Wooden Peak veröffentlicht das Label erstmals auf Vinyl.

Die Geschichte an sich hat auch etwas Kurioses. Denn „Lumen“ ist schon im Mai 2011 veröffentlicht worden. Auf CD und MP3. Mehr als ein halbes Jahr später folgt das Vinyl. Mutig. Aber bestimmt eine super Erfahrung für ein Label, dass mit CD-Rs und Net-EPs angefangen hat.

Ich muss zugeben, dass ich Wooden Peak bisher nur rudimentär im Blickfeld hatte. Soviel organische Jazz-Arrangements hatte ich aber nicht erwartet. Auch wenn Jazz bei dem Duo nur als Gerüst genutzt wird. „Lumen“ ist weit weg von der klassischen, immer etwas prätentiösen Jazz-Attitüde.

Die Arrangements sind offen gehalten, instrumentiert in einem schlichten, post-rockigen Sinne – Gitarre, Bass, Schlagzeug. Plus Gesang und spartanisch eingesetzter Elektronik. Eine Killerzusammensetzung also, wenn es um ein minimalistisches Musikverständnis geht. An einigen Stellen fehlt aber die Reibung, da sind die Details zu lieb.

Doch die vielen kleinen Unvorhersehbarkeiten im Aufbau der Stücke bescheren einige sehr schöne Momente. „Lumen“ als Stück ist herrlich slim gehalten, mit einer still abdriftenden zweiten Hälfte. Und „Much Better Land“ ist formvollendeter Electronica-Pop – oder Indietronic, wie es einmal hieß. Und jetzt mit echtem Knistern zwischen den Tönen.

Wooden Peak Website
Analogsoul Website
Mehr zu Analogsoul bei frohfroh

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