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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Aloo „Klangbild“ (Astor Bell)

07. März 2012 / Kommentare (0)

Und wieder Thüringen, und wieder etwas zu spät. Mit Aloo bringt ein weiterer Thüringer Producer neuen Input nach Leipzig. Seine aktuelle EP sollte man noch einmal hervorkramen.

Etwas zu spät ist wirklich untertrieben – „Klangbild“ kam schon im Januar 2011 bei dem Stockholmer Netlabel Astor Bell heraus. Doch erst vor wenigen Wochen kam ein beiläufiger Tipp auf die EP, dann die Auftritte neulich im Elipamanoke und Pferdehaus. Und schließlich lag sie noch ein paar Wochen hier rum.

Nun also in Rotation. Sechs Stücke, die viel vom einstigen IDM-Vibe von vor zehn Jahren atmen. Bis auf „TreiToTrei“, den locker tänzelnden House-Opener. Der Rest sind relativ kurze Electronica-Stücke, mit vielen Schichten, elegischer Dichte und teilweise auch ordentlich aufgetragener Poesie.

Am eindrücklichsten in diesem Fünfklang ist „Arabinu“ mit seiner fast schon dubsteppigen Schärfe am Anfang und den langsam erhebenden Synth-Wolken im späteren Verlauf. In Sachen Pathos lässt „Harmonium Pump“ keine Gelegenheit aus – orchestrale Passagen, einsam angestrichenes Cello.

Aloo kommt aus Erfurt, war viel im Drum’n’Bass unterwegs und lebt nun in Leipzig. Die EP auf Astor Bell ist bislang die einzige und kann ruhig auch erst ein Jahr später entdeckt werden.

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