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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Doppelduo

22. Mai 2012 / Kommentare (2)

Zwei EPs, zwei Labels. Das eine startet neu, das andere wandelt sich zunehmend zum 1-Artist-Label. Von Tiefenherz 50 und Break The Surface ist die Rede.

Und wieder ein neues Label aus Leipzig. Tiefenherz 50 kommt aus der hier weitgehend unterrepräsentierten Ecke der Shootingallstars/50 Herz, genauer von Wuttig & Reuter, die in naher Vergangenheit schon auf FM Musik Tracks veröffentlichten. Tiefenherz 50 ist ein „neues aufstrebendes Label aus Leipzig, welches sich nicht auf die Fahne geschrieben hat im Schatten bestehender Konkurrenten zu koexistieren, sondern mit frischem und smoothen anspruchsvollem Deephousesound zu überzeugen“, so die ersten Zeilen im Infoblatt.

Bescheidenheit klingt anders. Frische ebenso. Denn auch wenn die beiden Tracks der „Broken Up EP“ anspruchsvoll sind – sie reihen sich zwischen dem Moon Harbour- und FM Musik-Sound ein. Slicker House, ganz einfach. Wobei der Titel-Track ein paar schöne, nostalgische 2000er-Momente in sich trägt. Vorhören via Soundcloud ist leider nicht.

Bei Break The Surface stellt sich allmählich die Frage, wie lange ein Label mit nur einem Künstler interessant bleiben kann. Seit zwei Jahren konzentriert sich der Katalog auf neue Stücke der Label-Betreiber Metasound und Lucius14. Und der neue, sehr organische Lagerfeuer-Sound der beiden brennt sich immer mehr ins Break The Surface-Gedächtnis ein.

„Chill The Beast“ bleibt dem treu. Mit einem tollen, lange ausgespielten Orgel-Chord, aber wieder mit einer dieser Western-Gitarren. Und gab es nicht andere Vocal-Samples als: „Okay, here we go – sounds great“? Eine neue Nuance gibt es aber doch auf der „Devoted EP“ – nämlich Pop bei dem gleichnamigen Track. Dem Devaaya Sharkattack-Gesang ist dies maßgeblich zu verdanken. Aber auch dem gediegenen Tempo und den angenehm in die Länge gezerrten Sounds. Ein Ruhepol.

Martin Hayes switcht „Devoted“ vom Sofa unter die Diskokugel. Etwas breitwandig, aber sehr souverän. Filburt kramt noch einmal „All I Want“ von der ersten „Campfire Funk“-EP hervor. Im Nachhinein gehört, brachte das Original eigentlich auch schon eine gehörige Pop-Note mit ein. Bei Filburt bleibt die aber zugunsten des Dancefloors draußen. Er orgelt sich langsam hoch und schwenkt schließlich in eine lässige Disco-Deepness über.

Bei der Qualität der neuen EP, kann das Gemecker um die 1-Artist-Konzentration also auch als Luxusproblem gewertet werden.

Break The Surface Website
Tiefenherz 50 Facebook
Mehr zu Break The Surface bei frohfroh
Mehr zu Metasound & Lucius14 bei frohfroh
Mehr zu Wuttig & Reuter bei frohfroh

CommentComment

  • Jens / 24. Mai 2012 / um 09:56
    Ah, danke für die Info.
  • Nick / 23. Mai 2012 / um 21:55
    Die Vocals bei "Devoted" sind übrigens von Lucius14, die Klarinettenparts wiederum sind von Devayaa Sharkattack... ;)

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