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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Trimix

17. Juli 2012 / Kommentare (0)

Das Frühjahr war ja gespickt mit einer Reihe von großen Alben. Nun folgen die Remixe dazu – auf gleich drei Platten.

So sehr der ganze Musikmarkt in Bewegung ist, das Album wurde noch nicht gekippt. Gerade im Pop-Bereich. Daher kam der Leipziger Alben-Schub des Frühjahrs auch eher aus dieser Richtung. Denn Pentatones, Marbert Rocel und Me And Oceans sind zweifelsohne eher Pop als Club, auch wenn die Grenzen alles andere als hermetisch sind bei diesen drei Bands bzw. Projekten.

Los geht es mit Pentatones und ihrem „The Devil’s Hand“. Da erscheinen zwei Remixe zum dem Albumstück „Determiner“ bei Freude am Tanzen. Die Thüringen-Connection bleibt also erhalten. Das Original bietet mit seiner Dichte und den vielen Wendungen ja eine Menge Anknüpfungspunkte. Taron-Trekka und StefaniKaden – das gemeinsame Ding von Daniel Stefanik und Mathias Kaden – entschlacken natürlich.

Letztere etwas mehr sogar. Die im Original so präsenten Bläser rücken dezenter in den Hintergrund. Minimal mit einem langen Spannungsbogen, der sich im zweiten Teil in aller Bescheidenheit entlädt. Taron-Trekka setzen dagegen auch auf spielerische House-Fülle. Tollster Moment hier kurz vor Schluss: die runter gepitchte Stimme, die zum Duett mit Dehlia einlädt.

Compost Records veröffentlichte auf seinem Black-Label-Ableger auch Remixe zum letzten Album der Neu-Leipziger. Die Remixer-Auswahl fiel dabei bis auf Osunlade regional aus. Daniel Stefanik, Jacob Korn und Klinke Auf Cinch. Stefanik hisst bei „Small House“ die Rave-Flagge. Rastlos im Tempo, mit langem Break und schiebenden Strings. Jacob Korn besinnt sich mehr auf den organischen Sound des Originals und baut seine trockene House-Note mit ein.

Den spannendsten Ansatz verfolgen aber Klinke Auf Cinch. Schon floororientiert, aber eben auch noch den Song im Hinterkopf. So kommt „I Wanna“ in einen sehr schönen, sachte forttreibenden Fluss. Ein musikalisches Refugium zwischen der sonst eher dominierenden Funktionalität auf dieser EP.

Klinke Auf Cinch sind auch bei der dritten Platte mit dabei. Analogsoul und Me And Oceans beschenken sich nämlich selbst mit einer Vinyl-Bonus-Ausgabe von der letzten EP „The Pond“. Neben den sechs Tracks sind auch drei Remixe von „When I Was A Dancer“ mit drauf. Der Me And Oceans-Mix war bereits im aktuellen Video zu hören.

Klinke Auf Cinch zerpflücken den Song fast komplett und setzen ihn neu zusammen – geradlinig und breakig zugleich, die Vocals nur in Spurenelementen eingestreut. Ebenso gelungen wie bei Marbert Rocel und ehrlich gesagt die bisher stärksten Momente der Jenenser.

Schließlich ist wieder Lake People mit im Analogsoul-Remix-Boot. Wie schon bei A Forest. Er nimmt das Piano sehr präsent mit rein, mit brüchigen umher flirrenden Samples. Und er behält auch die Melancholie des Originals weitgehend bei. Nicht weniger gelungen. Der EP liegt übrigens auch 15-seitiges Booklet bei – Vinyl Love eben.

Analogsoul Website
Pentatones Website
Marbert Rocel Website
Me And Oceans Website
Mehr zu Analogsoul bei frohfroh
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